10.03.2017, 12:06 Uhr

Starke Frauen setzen ein starkes Zeichen

Riki Vogl ist Bezirksvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“ (Foto: KK)
Rosental: Vogl | Riki Vogl kritisiert: In der Wirtschaft gibt es immer noch Frauen, die für gleiche Jobs schlechter entlohnt werden als Männer.

Welche Bedeutung hat der Weltfrauentag für Sie persönlich und für Sie als Bezirksvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“ im Bezirk Voitsberg?
Vogl: Für mich persönlich setzt dieser Tag Zeichen, dass wir beim Thema Gleichstellung bereits viel erreicht haben. Als Bezirks-Vorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“ muss ich allerdings massiv kritisieren, dass es noch immer Frauen in der Wirtschaft gibt, die für gleiche Jobs nach wie vor schlechter entlohnt werden als Männer. Eigentlich anachronistisch, dass wir zu diesem Thema nach wie vor um Gleichstellung kämpfen müssen. Und das im aufgeklärten 21. Jahrhundert in unserem so modernen Europa.

Welchen Stellenwert haben Unternehmerinnen in der Lipizzanerheimat?
Vogl: Es geht nicht um den Stellenwert in einem geografischen Umfeld, es geht um das generelle Selbstverständnis, auch als Frau seinen Mann in der Wirtschaft stellen zu können. Ich sehe da keine Probleme.
Wie können sich Frauen untereinander noch besser unterstützen?
Vogl: Unterstützung ist nicht die Frage, Frauen sind mit großem Selbstverständnis sozial hervorragend vernetzt. Nachholbedarf besteht vielleicht darin, die neuen Medien für die Kommunikation untereinander noch viel besser zu nutzen.
Wie viel Zeit bleibt Ihnen für Ihr Privatleben?
Vogl: Wer mich kennt, weiß, dass ich mir selbst viel Zeit für private Interessen gebe. Selbstständigkeit macht es notwendig, sich und den Beruf sehr gut zu organisieren, damit der Job nicht die Freizeit frisst. Das ist höchst kontraproduktiv.

Was sagen Sie zu dieser Aktion „Starke Frauen in der Lipizzanerheimat“?
Vogl: Ich finde es großartig, dass diese Idee weitergewachsen ist. Im Vorjahr haben sich HAK-Direktorin Monika Gruber, WOCHE-Redakteur Harald Almer und ich als Bezirksvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“ zusammengetan und ein „Baby“ geboren. Anlass waren die massiven Übergriffe an Frauen in der Silvesternacht in Köln. Wir wollten einfach ein Zeichen setzen, dass die Errungenschaften, die wir Frauen im letzten Jahrhundert erkämpft haben, ein Muss, aber keine Selbstverständlichkeit sind. Im Vorjahr haben auf Anhieb 34 Unternehmerinnen, Geschäftsführerinnen und Politikerinnen mitgemacht. Heuer haben wir die Kooperation mit der WOCHE und der HAK weitergesponnen und konnten 38 Frauen dazu gewinnen. Das „come together“ in der HAK ist heuer ein perfekter Abschluss.

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