19.12.2017, 15:00 Uhr

Tourismus-Heirat im Bezirk Voitsberg

Im Gemeindeamt Ligist wurde die Verschmelzung der Tourismusverbände Lipizzanerheimat und Ligist präsentiert.

Die Tourismusverband Lipizzanerheimat und Ligist verschmelzen. Gespräche mit weiteren Gemeinden sind im Laufen.

Die Tourismusverbände haben solange gewartet, bis die gleichgeschlechtliche Ehe legitimiert wird, jetzt kann geheiratet werden", brachte es LAbg. und Leader-Obmann Erwin Dirnberger humorig auf den Punkt. Die Tourismusverbände Lipizzanerheimat mit Obmann Adi Kern und Ligist mit Vorsitzenden Sven Raters verschmelzen, nachdem die Bestrebungen dazu schon mehr als zehn Jahre laufen. "Wir haben in den letzten Jahren auf dieser Schiene gearbeitet, denn unsere Heirat ist eine sinnvolle Ergänzung für die Lipizzanerheimat", erklärte der Ligister Bgm. Johann Nestler bei der Präsentation im Sitzungssaal - und auch Trauungssaal - des Gemeindeamts in Ligist. "Wir hoffen, dass diese Ehe recht lange hält."

Alles einstimmig

Adi Kern lobte die haromische Abstimmung der letzten Zeit. "Ich bin seit zweieinhalb Jahren dabei und dieser gemeinsame Schritt freut mich sehr. Man kann einen Tourismusverband auch ohne Rechtsanwälte und Notare erweitern und alle Beschlüsse fielen einstimmig." Raters, der nun wie Nestler im Vorstand des Tourismusverbands Lipizzanerheimat sitzt, sieht ein gemeinsames, einheitliches Auftreten in der Werbung als größten Vorteil. "Gebündelt können wir viel mehr Menschen erreichen. Denn die Grazer, Wiener, aber auch Münchner lieben unsere Gegend, es kommen immer mehr Touristen. Und alle sind überrascht, dass es bei uns so günstig ist."

Schritt für Schritt

Dirnberger und Leader-Managerin Elfriede Pfeifenberger begrüßen diese Aktivitäten, die auch die Dachmarke Lipizzanerheimat stärken. "Das Vulkanland hat bewiesen, dass viele Gemeinden, die an einem Strang ziehen, sogar mit der Top-Marke Dachstein-Trauern-Region mithalten kann. WIr sind auf einem guten Weg und versuchen, Schritt für Schritt alle Gemeinden des Bezirks Voitsberg auf Schiene zu bringen", meinte Dirnberger.
Kern versucht, weitere Gemeinden ins Boot des TV Lipizzanerheimat zu holen. Mit den Gemeinden Kainach und Rosental laufen Gespräche, mit Mooskirchen wird ohnehin schon kooperiert. Viel positives Echo gab es auch vom Voitsberger Bgm. Ernst Meixner, seinem Maria Lankowitzer Amtskollegen Kurt Riemer und dem Voitsberger Wirtschaftskammerobmann Peter Sükar. "Wir wollen den Bogen von den Lipizzanern bis zur Kulinarik und unserem Wein spannen", sagte Raters. "Mit unseren Weinen brauchen wir uns nicht zu verstecken."
Im Tourismusverband Lipizzanerheimat gibt es Veränderungen. Claudia Hajek, die 15 Jahre lang im TV Lipizzanerheimat arbeitete, wechselt zum Abfallwirtschaftsverband. Linda Peißl ist die neue Büroleiterin, als Verstärkung ist Traude Bauer im heimischen Tourismus tätig.
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