Freiwillig engagiert
Ehrenamt steht in Vorarlberg für gelebte Solidarität

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Landesstatthalterin Schöbi-Fink: Neue Studie bestätigt hohes Niveau bei bürgerschaftlichem Engagement und Sozialkapital

Die Bereitschaft, sich freiwillig zu engagieren, ist in Vorarlberg weiter stark ausgeprägt. Das bestätigt eine neue Studie, die von Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink gemeinsam mit Studienautor Frederic Fredersdorf von der FH Vorarlberg und Michael Lederer vom Büro für Zukunftsfragen am Dienstag, 26. Mai, im Pressefoyer vorgestellt wurde. Deutlich mehr als die Hälfte, nämlich 55,7 Prozent aller Landesbürgerinnen und Landesbürger über 15 Jahre sind freiwillig tätig. Schöbi-Fink zeigte sich erfreut über die nach der letzten Studie aus dem Jahr 2014 nun erneut dokumentierten Spitzenwerte in Sachen bürgerschaftliches Engagement. „Die freiwillig engagierten Frauen und Männer tragen viel zur hohen Lebens- und Standortqualität bei, die Vorarlberg auszeichnet“, sagte sie.

Das Ehrenamt ein prägendes Markenzeichen und untrennbar verbunden mit dem tief verankerten Gemeinschaftssinn, der Vorarlberg von anderen Ländern und Regionen unterscheidet, betonte Schöbi-Fink: „Dementsprechend räumen Land wie Gemeinden dem freiwilligen Engagement höchsten Stellenwert ein. Das ist eine unbezahlbare Ressource. Sie zu hegen und zu pflegen ist gerade in diesen Tagen mehr denn je ein Gebot der Stunde.“

Zunahme beim organisierten Engagement
Die Daten der aktuellen Studie wurden vom Forschungszentrum Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der FH Vorarlberg unter Leitung von Prof. Fredersdorf im Jahr 2019 erhoben. Dabei zeigte sich, dass sowohl freiwilliges Engagement als auch das sogenannte „Sozialkapital“ weiter auf sehr hohem Niveau bewegen. Insbesondere das formelle Engagement – also in Vereinen oder Organisationen – hat seit der letzten Studie (2014) von 23,2 auf 27,7 Prozent zugenommen, weitere 28 Prozent der Befragten engagieren sich informell, etwa in der Nachbarschaftshilfe. Die durchschnittliche Freiwilligentätigkeit beläuft sich auf fünf bis sechs Stunden pro Woche, erläuterte Prof. Fredersdorf.

Auch beim Sozialkapital zeigen die wesentlichen Indikatoren – etwa das Empfinden von Lebensqualität und Zufriedenheit – eine stabile Entwicklung an, obwohl auch in Vorarlberg ein gewisser Trend zum „Cocooning“ – also zum Rückzug ins Private – feststellbar ist. „Schon in früheren Studien ist eine solche Tendenz, also Engagement und Zeit vermehrt in der nächsten Umgebung, der Familie einzubringen, festgestellt worden“, schilderte Michael Lederer. Zugleich bestätige die Studie aber auch, dass negatives Sozialkapital – sprich erlebtes Unverständnis und Unfreundlichkeit bis hin zum Mobbing – gegenüber den letzten Jahren signifikant abgenommen haben.

Bewusstseinsbildung und Unterstützung für vulnerable Gruppen
Als Schlussfolgerung empfiehlt die Studie u.a. weiterhin eine intensive Bewusstseinsbildung für die gesellschaftliche Bedeutung und den Wert des freiwilligen Engagements sowie eine verstärkte Unterstützung für bestimmte Personengruppen mit geringem Netzwerk – etwa Alleinerziehende, Einkommensschwache und zum Teil auch Ältere, um der Gefahr von Vereinsamung entgegenzuwirken. Lederer verwies auf ein breites Unterstützungsangebot vom Vereinshandbuch und der Freiwilligenversicherung bis zu „aha plus“, einem bewährten digitalen Tool zur Aktivierung von Jugendlichen.

Ehrenamt steht in Vorarlberg für gelebte Solidarität
Die Bereitschaft, sich freiwillig zu engagieren, ist in Vorarlberg weiter stark ausgeprägt. Das bestätigt eine neue Studie.

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