Das Kind im Mittelpunkt
Wälder Visionär und Idealist

Hermann Gmeiner kam 1919 in Alberschwende zur Welt, 1949 legte er in Innsbruck den Grundstein für die SOS-Kinderdörfer. Beide Jubiläen werden heuer gefeiert.
  • Hermann Gmeiner kam 1919 in Alberschwende zur Welt, 1949 legte er in Innsbruck den Grundstein für die SOS-Kinderdörfer. Beide Jubiläen werden heuer gefeiert.
  • Foto: SOS Kinderdorf
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Erinnerungen an den SOS-Kinderdorfgründer Hermann Gmeiner

Hermann Gmeiner, Gründer der SOS-Kinderdorfer, kam 1919 in Alberschwende zur Welt, 1949 setzte der in Innsbruck seine Idee der SOS-Kinderdörfer mit dem Bau der ersten Einrichtung um. Beide Jubiläen - 100 Jahre wäre Gmeiner am Sonntag, 70 Jahre Kinderdörfer - erinnern dabei an das Schaffen Gmeiners.

Hermann Gmeiner wurde am 23. Juni 1919 in Alberschwende als eines von neun Kindern einer Bergbauernfamilie geboren, die Mutter starb, als er fünf war. Die älteste Schwester Elsa kümmerte sich fortan liebevoll um die Kinder, sie wurde Gmeiners Vorbild für die Betreuung in den SOS-Kinderdörfern. Der begabte Bauernbub besuchte dank eines Stipendiums das Gymnasium in Feldkirch und studierte nach dem Krieg in Innsbruck Medizin. Konfrontiert mit dem Elend vieler Kriegswaisen, gab er alle bisherigen Pläne auf, um gemeinsam mit einer Gruppe von engagierten Mitstreiterinnen und Mitstreitern 1949 die „Societas Socialis“ zu gründen und in der Folge das erste SOS-Kinderdorf in Imst in Tirol zu bauen. Das Prinzip war einfach: Jedem Kind eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf. Seine Idee – ein radikaler Gegenentwurf zur damaligen Verwahrung von Kindern in Waisenhäusern – hatte Erfolg und ging um die Welt. Als Hermann Gmeiner am 26. April 1986 in Innsbruck an Krebs starb, gab es 233 SOS-Kinderdörfer in nicht weniger als 85 Ländern.

Kinder waren für Gmeiner immer das Wichtigste. Sein Ziel, jungen Menschen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu schenken, verfolgte er zeitlebens und allen Widerständen zum Trotz. Dabei war er sowohl in der Betreuung als auch in der Mittelbeschaffung sehr innovativ und seiner Zeit voraus. Gmeiner engagierte sich mit seiner Idee auch stets für den Frieden und traf zahlreiche prominente Persönlichkeiten, um sie von seiner Idee zu überzeugen, darunter Elizabeth II, Indira Gandhi, Kofi Annan oder den Dalai Lama.

Im Ländle ist das Kinderdorf seit 1959 aktiv, aktueller Schwerpunkt mit zwei Wohngruppen in Bregenz und Dornbirn ist die Jugendarbeit. Im Laufe der Jahrzehnte wurden Programme immer weiterentwickelt.

Im Rahmen des Musikfestes „Musig ischt Trump“, vom 27. bis 29. Juni in Alberschwende, gibt es ein großes Benefiz-Preisjassen und eine 70-tägige, weltweite Spendenaktion.

Autor:

Christian Marold aus Feldkirch

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