Corona-Virus
Masken „made in Austria“ kommen aus Vorarlberg

Am Samstagvormittag stellte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck die Masken vor.
  • Am Samstagvormittag stellte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck die Masken vor.
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  • hochgeladen von Christian Marold

Es benötigt dringend Näherinnen und Näher

Die erste in Österreich produzierte und geprüfte Atemschutzmaske zur Eindämmung des Coronavirus kommt aus Vorarlberg. Um bis zu 500.000 Schutzmasken produzieren zu können, braucht es aber dringend Näherinnen und Näher.

Die Masken verfügen laut Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) über einen 95-prozentigen Virenschutz, das entspreche dem Standard FFP2. In einem ersten Schritt werden 100.000 Masken pro Tag produziert und wenn genügend Näherinnen vorhanden sind, könnten bis zu 500.000 Masken fürs Gesundheitspersonal produziert werden.
Zahlreiche „unseriöse“ internationale Anbieter

Die Wirtschaftsministerin sprach von einem „wichtigen Schritt in Richtung Autarkie“, zumal es gerade bei FFP2- oder FFP3-Schutzmasken (letztere filtern 98 Prozent der Viren, Anm.) zahlreiche unseriöse Anbieter auf dem internationalen Markt gebe. In neun von zehn Fällen hätten sich die der Republik offerierten Schutzmasken als unbrauchbar herausgestellt, weil sie nicht der vorgeschriebenen Qualität entsprachen, erklärte Schramböck: „Wir müssen uns aber drauf verlassen können, dass drin ist, was drauf steht.“ Sie wolle niemandem einem Risiko aussetzen, „der an vorderster Front steht“. Um so wichtiger sei es, dass man nun über ein österreichisches Produkt „von höchster Qualität“ verfüge, das außerdem in Österreich geprüft und zertifiziert worden sei.

Zwölf Millionen FFP2- und FFP3-Schutzmasken benötigt
Den Bedarf an FFP2- und FFP3-Schutzmasken bezifferte sie auf zwölf Millionen in den kommenden vier Wochen. Neben dem Vorarlberger Konsortium – dessen Ware ist zunächst dem Roten Kreuz zugedacht und soll nach Ankurbelung der Produktion an Krankenhäuser verteilt werden – laufen laut Schramböck bei mehreren weiteren Unternehmen Bestrebungen, in Kürze Schutzmasken in Serie fertigen zu können.

Vorarlberger Unternehmen haben sich zusammengetan
Mehrere Firmen in Vorarlberg haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam diese Atemschutzmasken zu produzieren. Unterstützt werden sie dabei von 80 Änderungsschneidereien. Unter Koordination von WISTO und der Smart Textiles Plattform schlossen sich die Grabher Group, Bandex, Getzner, die Stickerei Hämmerle und Wolford sowie Tecnoplast zusammen. Die Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO) ist eine Servicegesellschaft mit dem Ziel die Innovations- und Wirtschaftsdynamik in der Region Vorarlberg zu stärken.

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