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Vorarlberg ist bereit für die Auffrischungsimpfung

Vorarlberg ist bereit für die Auffrischungsimpfung
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Klare Empfehlung für Verlängerung des Impfschutzes – Start in Alten- und Pflegeheimen
Wichtigstes Ziel im Kampf gegen die COVID-Pandemie ist das Erreichen einer möglichst hohen Durchimpfungsrate in der Bevölkerung, zugleich geht es – insbesondere mit Blick auf die neue epidemiologische Situation durch die Delta-Variante – auch darum, die Immunisierung von bereits Geimpften aufzufrischen. In Vorarlberg sind die Vorbereitungen getroffen, um noch in diesem Monat damit zu beginnen, so Landeshauptmann Markus Wallner und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher im Pressefoyer am Dienstag, 14. September. Der Anfang wird wieder bei Bewohner:innen in Alten- und Pflegeheimen gemacht, um zuerst jene Bevölkerungsgruppen zu schützen, die aufgrund von Alter oder Vorerkrankungen besonders gefährdet sind.

Die vorliegenden Daten aus anderen Ländern (Israel, England) lassen darauf schließen, dass bei Personen höheren Alters oder mit bestimmten Vorerkrankungen die Schutzwirkung insbesondere gegen die Delta-Variante nicht in allen Fällen neun Monate lang in vollem Ausmaß gegeben ist. Zugleich zeigen die Daten, dass mittels einer Drittimpfung Ansteckungen, Impfdurchbrüche und vor allem schwere Krankheitsverläufe, die Krankenhausaufenthalte notwendig machen, verhindert werden können. Das nationale Impfgremium hat daher eine Empfehlung zur Auffrischung des Impfschutzes ausgesprochen, und zwar sechs bis neun Monate nach der ersten Vollimmunisierung für Heimbewohner:innen, Personen über 65 Jahre oder mit Vorerkrankung sowie für jene, die einen Vektor-Impfstoff (Johnson & Johnson, AstraZeneca) erhalten haben. Für alle anderen über 18-Jährigen wird die weitere Impfdosis nach neun bis zwölf Monaten empfohlen. Gleiches gilt für Genesene.

„Vorarlberg ist gut vorbereitet, um gemäß der Empfehlung des Nationalen Impfgremiums vorzugehen“

, so Landeshauptmann Wallner. Der Start in den Alten- und Pflegeheimen erfolgt bereits diese Woche, in den Krankenhäusern sowie im niedergelassenen Bereich und anderen Gesundheitsdiensten ab Oktober.

Zur neuerlichen Registrierung für die Auffrischungsimpfung ist die Online-Plattform des Landes überarbeitet worden. Dort ist auch eine persönliche Abfrage möglich, die jeder/jedem Interessierten den frühestmöglichen Impftermin anzeigt. „Unabhängig davon gilt jedenfalls, dass nach zwölf Monaten der Grüne Pass rot wird“, erklärte Landesrätin Rüscher.

Einmal mehr verwies sie auf die vielfältigen Impfmöglichkeiten im Land, um die zur Bewältigung der Pandemie nötige Steigerung der Impfquote zu erreichen. Dazu zählen Angebote, die keine Anmeldung erfordern (Impfbus, Impfkojen in Einkaufszentren, Zielgruppenimpfungen) sowie die Vereinbarung von Impfterminen in Arztpraxen, wobei Ort, Zeit und Impfstoff frei wählbar sind.

Zusätzlich zur Anmeldeplattform können künftig Impfungen in Ordinationen auch direkt mit der jeweiligen Praxis mündlich oder telefonisch vereinbart werden, erläuterte der Impfkoordinator der Vorarlberger Ärztekammer Robert Spiegel. Die betreffenden Ärztinnen/Ärzte, die diesen Direktkontakt anbieten, werden derzeit erhoben und dann zeitnah auf der Webseite www.medicus-online.at unter dem Menüpunkt „Impfwesen“ veröffentlicht.

Um insbesondere junge Menschen anzusprechen und ihnen zu helfen, eine faktenbasierte Impfentscheidung für sich zu treffen, haben das Land und die Vorarlberger Jugendinfo aha ein Impf-Quiz erstellt, das Antworten zur COVID-19-Impfung und die Möglichkeit bietet, aha plus Punkte zu sammeln, die gegen kleine Dankeschöns für die Teilnahme (Kinotickets, Eiskugeln …) eingetauscht werden können. Mehr dazu auf www.aha.or.at/covid-19-impfung. Außerdem ist am 30. September ein Webinar „Impfung & Kinderwunsch“ mit der Gynäkologin Michelle Kargl-Neuner geplant, um alle Interessierten über den aktuellen Stand der Wissenschaft zu informieren und ihre Fragen zu beantworten.

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