Busroute scheidet die Geister

Döblings Bezirksboss Adi Tiller will die 40A-Route verlängern lassen.
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Alle Wege führen nach Döbling und viele davon über Währing. Aber wie sie dort befahren werden sollen, darüber scheiden sich die Geister. Ein Vorschlag des Döblinger VP-Bezirkschefs Adi Tiller für eine neue Routenführung der Linie 35A sorgt nun für Aufregung. Der Bus soll stadteinwärts bei der Peter-Jordan-Straße die Billrothstraße verlassen und auf der Gymnasiumstraße via Sternwartestraße zum Gürtel steuern – wenn es nach dem ­Willen von Tiller geht.

Zum einen könne dadurch das Chaos bei der Kreuzung Gürtel, Billrothstraße und Döblinger Hauptstraße spürbar entschärft werden. Zum anderen haben 35A und 40A stadteinwärts drei gemeinsame Stationen, wodurch die Verlängerung zur Krottenbachstraße überflüssig werde. Tiller: „Die Wiener Linien seien begeistert von der Idee, denn damit könnten sie den 37A streichen.“ Aber bereits bezirksintern gibt es an Tillers Idee massive Kritik. SP-BV-Stellvertreter Anton Mandl: „Ich sehe keinen einzigen Vorteil in solch einer Änderung“. Ganz im Gegenteil würde dies eine längere Fahrtzeit bedeuten.

Und auch in Währing können dem Vorschlag des Döblinger Bezirkskaisers nicht alle etwas abgewinnen. „Wir sprechen uns ganz klar gegen eine Reduzierung des Busverkehrs zur BOKU aus“, gibt der Klubobmann der Währinger Grünen, Marcel Kneuer, die Marschrichtung vor. „Wenn der 37A eingestellt wird, worüber man angesichts der geringen Fahrgastzahlen reden kann, dann muss der 40A verstärkt werden, der zu Spitzenzeiten sowieso überfüllt ist.“

Wenn der Takt des 40A aber verdichtet wird, bedeute das im Gegenzug aber auch, dass die Sternwartestraße an ihre Kapazitätsgrenze stoße und es unmöglich sei, hier noch den 35A zu führen. „Den 35A einen fünf- bis zehnminütigen Umweg durch Währing machen zu lassen, um zur U6 zu kommen, ist auch für die Menschen, die aus Salmansdorf kommen, eine ziemlich Zumutung“, ist Kneuer überzeugt. Wenn Tiller den 35A unbedingt aus der Billrothstraße weghaben wolle, dann brauche es andere Lösungen.

Tiller lässt diese Kritik nicht gelten und verweist darauf, dass sein Vorschlag bereits von den Wiener Linien geplant und auch dort als beste Lösung angesehen werde. Bei den Wiener Linien gibt man sich hingegen etwas verhaltener. Im März hätte es eine Konferenz darüber gegeben, wie die derzeitige Situation verbessert werden könnte. Dabei seien verschiedene Ideen auf den Tisch gekommen. Die Wiener Linien sehen die möglichen Varianten aber völlig wertfrei, am Zug seien nun der Bezirk und die Stadt.

Alexander Schöpf und Michael Riedmüller

Döblings Bezirksboss Adi Tiller will die 40A-Route verlängern lassen.
Die Linienführung des 35A soll nach dem Willen des Döblinger Bezirkschef Richtung Währing ausgeweitet werden.
Autor:

Alexander Schöpf aus Innere Stadt

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