60 Jahre
Eine besondere Schule für besondere Kinder

Eine besondere Schule für besondere Kinder: Haci (7), Mohamad (13), May (15) und Ali (7) sind stolz auf ihre Schule (v.l.).
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Für das Wohlbefinden und Weiterkommen von Kindern: Die Hans-Radl-Schule feiert ihr 60-jähriges Bestehen.

WÄHRING. Kinder fit für die Welt machen ist seit 60 Jahren das Ziel der Hans-Radl-Schule: "Als unser Namensgeber Hans Radl 1959 die Schule gründete, wollte er damit Eltern und therapiebedürftige Kinder gleichermaßen entlasten. Behüten und helfen stand im Mittelpunkt", erklären die Direktorinnen Martina Neuhold-Pulker (Volks-und Sonderschule) und Gerda Rockenbauer (Neue Mittelschule). Gründer Hans Radl war selbst Lehrer und nach einer Kriegsverletzung körperlich behindert. Anfangs haben auch viele Mütter unterstützend mitgearbeitet.

"Wir haben uns mit den Jahren professionalisiert, der Fokus liegt heute auf Unterstützung und Empowerment." Und zwar ganz nach den individuellen Möglichkeiten und Geschwindigkeit der einzelnen Schüler. Außerdem hat sich die Hans-Radl-Schule dem Bezirk geöffnet. "Wir sind Mitglied im 'Bildungsgrätzel Ebner Inklusiv Eschenbach' und mit anderen Schulen gut vernetzt, lernen und feiern gemeinsam, nehmen auch am Kinderparlament teil." So kommen AHS-Schüler zu Besuch, um über die Gefahren im Internet aufzuklären, oder der Kindergarten Staudgasse verwirklicht mit Volksschulkindern ein Kunst- und Malprojekt.

Alles in einem Haus

"Wir sind eine Schule für körperbehinderte Kinder und Jugendliche, die die gesamte Pflichtschulzeit abdeckt. Also mit Volks- und Sonderschule und Neue Mittelschule im gleichen Haus", so die Schuldirektorinnen. "Manche Kinder, die einen erhöhten Förderbedarf haben, bleiben auch länger bei uns."
Rund 300 Schüler besuchen die Ganztagsschule, in der Therapie und Unterricht eine Einheit bilden. Die Methoden sind vielseitig: Montessoripädagogik, Projektunterricht, offenes Lernen und Kleingruppen werden angewandt. Auch Berufsorientierung und rechtzeitige Vorbereitung auf ein Leben nach der Schule sind ein großes Thema. "Manche Kinder lernen so gerne und gut, dass sie weiterlernen wollen, bis hin zum Studium." Andere machen nach der Schule eine Lehre oder gehen in Tagesstrukturen.

Bewegung macht Spaß

"Sport tut gut, macht Spaß und stärkt das Selbstvertrauen", so Rockenbauer. Ob Fußball, Soccer, Boccia oder Tischtennis – vieles ist möglich. Mitmachen ist freiwillig, trainiert wird in der Unterrichtszeit. Den Erfolg beweisen zahlreiche Medaillen bei den "Para School Games". Das große Vorbild ist Direktions-Sekretär Andreas Vevera, Rollstuhlfahrer und Tischtennis-Olympiasieger bei den Paralympics in Peking 2008. "Natürlich fahren wir auf Skikurs", ergänzt Rockenbauer, die sich für alle, die nicht Skifahren können, die "Winterspaßwoche" ausgedacht hat. Auch therapeutisches Voltigieren und Schwimmen sind Fixpunkte.

Übrigens: Der 60er wird im Herbst mit einem großen Fest gefeiert. Was sich die Schulleiterinnen zum Geburtstag wünschen? Mehr Barrierefreiheit: "Die Tore sind nicht barrierefrei, da geht offensichtlich Denkmalschutz vor. Und eine Rampe in der Aula, falls einmal der Lift ausfällt." Mehr Infos zur Schule gibt es auf der Homepage.

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