Frauengesundheitszentrum FEM: 25 Jahre im Einsatz für Frauen in allen Lebenslagen

FEM-Leiterin Maria Bernhart (r.) mit ihren Kolleginnen Luzia Madera Mac-Kilroy (l.) und Gabi Gundacker.
  • FEM-Leiterin Maria Bernhart (r.) mit ihren Kolleginnen Luzia Madera Mac-Kilroy (l.) und Gabi Gundacker.
  • hochgeladen von Christine Bazalka

WÄHRING. Als FEM vor 25 Jahren eröffnet hat, sei das Konzept in mehrerlei Hinsicht neu gewesen, erzählt die heutige Leiterin Maria Bernhart: "Angebote nur für Frauen, zur Gesundheitsförderung und Vorsorge und direkt im Krankenhaus – das gab es vorher nicht." Aufgrund des Standortes in der Frauenklinik standen Kurse und Vorträge zu Geburt und Schwangerschaft stark im Vordergrund.

Heute haben sich sowohl die Art als auch der Inhalt des Angebots verändert: "Vorträge sind nicht mehr so gefragt, weil die Frauen sich die Informationen im Internet suchen", sagt Bernhart. Teilnehmerinnen schätzen es aber, wenn sie sich bei einem Workshop untereinander austauschen können.

16 Angestellte und mehr als 30 freie Trainerinnen stellen ein umfassendes Angebot zur Verfügung, das von Selbstbewussteins-Workshops über Yoga-Kurse bis zu persönlicher Beratung reicht. Schwangerschaft und Geburt sind nach wie vor große Themen, aber auch Sexualität, Bewegung, Körperbewusstsein, die Elternrolle und die Wechseljahre werden behandelt. "Wir wenden uns an Frauen jeden Alters, in unterschiedlichen Lebensphasen und Lebenskrisen", sagt Bernhart. Die Frauen und Mädchen kommen dabei nicht immer ins Zentrum, oft ist es umgekehrt: "Wir wenden uns vor allem an sozial benachteiligte Frauen. Wir wollen dort sein, wo unsere Angebote von ihnen angenommen werden." Ein Team aus Psychologinnen, Therapeutinnen, einer Frauenärztin und einer Shiatsu-Trainerin ist etwa in Wohnungsloseneinrichtungen für Frauen unterwegs. Es geht aber nicht nur um den Ort: Psychologische und psychotherapeutische Beratungen werden in verschiedenen Sprachen angeboten und sind entweder kostenlos oder sehr günstig.

Angebot für Schülerinnen

Ein wichtiger Bereich für FEM ist die Arbeit mit Mädchen. "Wir bieten Schulklassen Workshops zu verschiedenen Themen, die stark nachgefragt werden", sagt Bernhart. Beliebt sei etwa "Mit Sicherheit verliebt", eine dreistündige Auseinandersetzung für 13- bis 15-Jährige mit den Themen Sexualität, Liebe und Verhütung direkt in der Semmelweis-Klinik, "weil die Mädchen sich dann gleich von der gynäkologischen Ambulanz ein Bild machen können". Für Burschen gibt es übrigens einen ähnlichen Workshop, der vom Männergesundheitszentrum angeboten wird.

Auch Essstörungen und Körperbewusstsein seien bei Jugendlichen große Themen, sagt Bernhart: "Zwar wissen Mädchen, dass gephotoshopte Models in Magazinen nicht die Realität darstellen, aber der Druck ist trotzdem hoch und hat durch Social Media noch ein ganz anderes Ausmaß als früher." Es gehe auch darum, den Mädchen zu zeigen, an wen sie sich wenden können: "Nach einem Workshop passiert es oft, dass teilnehmende Schülerinnen zu uns in die Beratung kommen."

Währing bleibt das Frauengesundheitszentrum nur noch einige Jahre erhalten: Ist das Krankenhaus Nord einmal fertiggestellt, übersiedelt FEM gemeinsam mit der Semmelweis-Klinik dorthin, also nach Floridsdorf. Wann genau das sein wird, ist aber noch nicht klar - der Eröffnungstermin des Krankenhaus verschiebt sich kontinuierlich nach hinten: derzeit wird mit Ende 2018 oder 2019 gerechnet.

Zur Sache:

Über das Angebot von FEM kann man sich online auf www.fem.at informieren.

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