Leidesdorfgasse
Gemeindebau oder Sporthalle für ehemaligen Mistplatz?

Sporthalle Döbling: So könnte es nach Daniel Reschs Vision in der Leidesdorfgasse aussehen.
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  • Foto: MES Real Estate Services
  • hochgeladen von Naz Kücüktekin

Die Frage, wie es mit dem ehemaligen Mistplatz in der Leidesdorfgasse weitergeht, beschäftigt den 19. Bezirk.

DÖBLING. Als die bz Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP) kurz nach der Wahl zum Interview trifft, wirkt der 36-Jährige sehr überzeugt von seinen Plänen für die Leidesdorfgasse. Eine Mehrzwecksporthalle soll auf dem ehemaligen Mistplatz der MA 48 errichtet werden – samt Fußball-, Volleyball- und Basketballplatz. „Das hätte einen großen Mehrwert für den Bezirk“, betont er. Sogar eine Visualisierung dazu, wie die Sporthalle aussehen könnte, ließ der ÖVP-Bezirkschef bereits in Auftrag geben.

Das Schicksal des MA-48-Grundstücks zwischen Leidesdorfgasse, Krottenbachstraße und S-Bahn-Trasse beschäftigt den Bezirk schon seit Jahren. Seit Juli 2017 wird der Mistplatz nicht mehr genutzt und steht seither leer. Die FPÖ brachte deswegen 2018 im Döblinger Bezirksparlament einen Antrag für eine Mehrzweckhalle ein, der von der FPÖ, der ÖVP und Neos mehrheitlich angenommen wurde. Das Rathaus und das Sportamt schienen eigentlich auch an Bord zu sein. Aber getan hat sich noch nichts.

Sporthalle vs. Gemeindebau

Auch Gemeindewohnungen auf dem Areal zu errichten, steht immer wieder im Raum – eine Idee, die vor allem die SPÖ vertritt und noch nicht aufgegeben hat. „In Döbling gibt es sehr wenige leistbare Grundstücke. Das Areal in der Leidesdorfgasse ist eines der wenigen im Besitz der Stadt. Wir wollen nicht, dass junge Leute aus dem Bezirk wegziehen müssen, weil sie sich hier keine Wohnung leisten können“, sagt Thomas Mader von der SPÖ Döbling. 80 geförderte Wohnungen sind der rote Traum. „Beim kürzlich beschlossenen Projekt in der Muthgasse ist ohnehin eine Sporthalle vorgesehen“,erklärt Mader. Für Resch ist das aber keine Option: „Die Muthgasse ist ein viel kleineres Projekt. Die Sporthalle, die dort geplant ist, ist ein besserer Turnsaal. Wir brauchen eine richtige Sporthalle. Der Bezirk hat schon 93 Gemeindebauten“, betont er.

Aktuell befindet sich das Areal im Flächenumwidmungsverfahren. "Für die Liegenschaft wurde eine adäquate Nachnutzung mit einer Machbarkeitsstudie geprüft. Auf dieser Grundlage ist die Errichtung eines geförderten Wohnbaus, eines ‚Gemeindebaus neu‘, vorgesehen", heißt es von der Stadt Wien. Die Begründung: "Von der Errichtung einer Sporthalle wird nach sorgfältiger Abwägung abgesehen. Allerdings ist im Stadtquartier Muthgasse die Errichtung einer Mehrzwecksporthalle geplant", so Mediensprecherin Theresa Vonach.

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