Geschäfte Währinger Straße
Große Einbußen für Betriebe auf Währinger Straße

Sofia Grabowka berät ihre Stammkundin Ociepa Maitynika beim Kauf einer neuen Winterjacke.
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  • Sofia Grabowka berät ihre Stammkundin Ociepa Maitynika beim Kauf einer neuen Winterjacke.
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Viele Kleinbetriebe auf der Währinger Straße hat die Coronakrise hart getroffen. Neue Konzepte sind gefragt.

WÄHRING. An einem späten Nachmittag tut sich viel auf der Währinger Straße: Menschen sitzen in Cafés, viele tragen Einkaufstaschen. Doch der Schein trügt. Durch die Coronakrise rechnen dieses Jahr viele Geschäfte mit großen Einbußen. Vor allem Boutiquen und kleine, individuelle Fachgeschäfte kämpfen teils ums Überleben.

Neue Konzepte

Bezirksvorsitzender der SPÖ Währing, Andreas Höferl, besuchte die Einkaufsstraße mit dem Wiener Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) und dem Obmann des Geschäftsstraßenvereins Michael Richter. Sie suchten das Gespräch mit den Geschäftsführern, um Lösungskonzepte zu finden.

"Während Hausrat und Kochgeschirr gut gehen, weil die Menschen mehr kochen, haben jene mehr Probleme, deren Geschäft von Veranstaltungen abhängig ist. Auch durch die coronabedingte Absage des Währinger Straßenfests ist das jährliche Umsatzplus heuer ausgefallen", so Höferl.

Um den Geschäften zu helfen, werde die Förderung von Webshops, die laut Höferl "den Verkauf im Geschäft ergänzen können", überlegt. Doch wie die Umsetzung genau ausschaut und welche Geschäfte von den Webshops profitieren könnten, wird noch überlegt.
Außerdem ist die Neuanschaffung der Weihnachtsbeleuchtung um rund 100.000 Euro ausständig, die der Geschäftsstraßenverein durch Spenden und Crowdfunding zu finanzieren versucht. 

Unterstützung gefragt

Dass es in Zeiten wie diesen für niemanden leicht ist, findet auch Sofia Grabowka, die schon seit vielen Jahren täglich in ihrer "Boutique Second Hand" zwischen originellen Ledertaschen, Pelzmänteln und ausgefallenen Pullovern steht.
Sie habe aber noch Glück –schließlich könne sie auf ihre Stammkunden zählen. "Ich habe aber auch Kunden aus Italien und Mexiko, die normalerweise jedes Jahr kommen", so die gebürtige Polin.

"Manche Kunden kommen nur ganz schnell ins Geschäft und sind dann wieder weg", erzählt sie lachend. 

Ähnlich ergeht es Cheng Chien-Chen, der das Geschäft "Alicia –Geschenke aus aller Welt" betreibt. "Ich bin froh, dass ich hier nur alleine bin und keine Mitarbeiter habe", sagt er.

Man merke deutlich, dass die Kunden – hauptsächlich ältere Wiener und Touristen – nicht mehr so oft kommen und auch weniger Geld haben. Kleine Geschäfte zu unterstützen und lokal einzukaufen, ist vor allem in Zeiten wie diesen wichtiger denn je.

Sofia Grabowka berät ihre Stammkundin Ociepa Maitynika beim Kauf einer neuen Winterjacke.
Cheng Chein-Chen steht täglich in seinem Geschäft.

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