Petition soll Türkenwirt vor Abriss retten

Markus Landerer (Initiative Denkmalschutz) und Thomas Feiger (Wiener Cottage Verein) haben gemeinsam eine Petition zur Rettung ges Türkenwirts eingebracht
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  • hochgeladen von Ulrike Kozeschnik-Schlick

WÄHRING/DÖBLING. "Wir sind gerade dabei, die 500 benötigten Unterschriften für den Petitionsausschuss der Stadt zu sammeln", so Markus Landerer von der Initiative Denkmalschutz. Das nächste Mal tagt der Ausschuss Ende März. Das wäre dann die letzte Chance, den Abriss des Türkenwirts zu verhindern.

"Das Gebäude aus der Gründerzeit befindet sich in einer Schutzzone. Hätte der Bezirk anlässlich der Flächenwidmung rechtzeitig eine Stellungnahme für den Erhalt des Türkenwirts abgegeben, stünde man jetzt nicht kurz vor dem Abriss", sagt Landerer. Wer keinen Kommentar abgebe, stimme indirekt zu und sei auch mitverantwortlich, so der Denkmalschützer.

Das neue Gebäude, das anstelle des Türkenwirts entstehen soll, hat 5.000 Quadratmeter Nutzfläche. Die Grundfläche beträgt 30 mal 50 Meter. Architekt Thomas Feiger, Obmann des Wiener Cottage Vereins, sagt dazu: "Das Gebäude ist zu groß und passt absolut nicht ins Stadtbild. Der Neubau ist absurd."

Abbruch fragwürdig

Für den Türkenwirt mit seinem färbig-glasiert gedeckten Turm wurde bereits eine Abbruchbewilligung erteilt. Die soeben gestartete Petition fordert die Veröffentlichung der Gutachten. "Es ist unsinnig, das historisch wertvolle Gebäude abreißen zu wollen, nur weil der Putz abbröckelt", sagt Feiger.

Hans-Jürgen Tempelmayr von der Baupolizei: "Seit 2012 gibt es für den Abriss des Türkenwirts einen rechtskräftigen Bescheid." Eigentümer des Gebäudes ist die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Sie hat vier Jahre Zeit, den Abriss durchzuführen. "Wenn er bis November 2016 nicht erfolgt, verliert der Bescheid seine Gültigkeit", sagt Tempelmayr.

Externes Gutachten

Die BIG hat 2011 ein externes Gutachten in Auftrag gegeben, das die Abrisswürdigkeit des in der Schutzzone befindlichen, aber nicht denkmalgeschützten Gebäudes untermauert. Dieses Gutachten wurde von einer unabhängigen Behördenstelle der Stadt überprüft. Die Baupolizei war deshalb verpflichtet, den Abrissbescheid zu erlassen.

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