Gersthof
Platanen weichen neuem Wohnbau

Die beiden Platanen in der Gersthofer Straße 59 mussten 18 Wohnungen und vier Geschäftseinheiten weichen.
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  • Foto: Valetono
  • hochgeladen von Lisa Kiesenhofer

Die Gersthofer Straße wird bald um einen Neubau reicher sein. Dafür wurden zwei Bäume gefällt.

WÄHRING. Bereits seit den Morgenstunden hört man Motorengeräusche durch die Straßen von Gersthof hallen. Auf dem Grundstück der Gersthofer Straße 59 werden mit schwerem Gerät zwei Platanen gefällt. Der Grund: Es wird ein neuer Wohnbau errichtet. Das alte Gebäude wurde bereits vor Monaten abgerissen. Wie so oft bleibt auch diese Baumfällung nicht ohne ein Echo im Bezirk zurück. Kritische Stimmen sind besorgt darüber, dass zu viele Bäume aus dem Stadtbild verschwinden.

Deshalb veranstaltete der Bauträger Valetono Development GmbH auf Wunsch des Bezirks einen Info-Tag, bei dem Anrainer ihre Bedenken äußern und Fragen zur Baumfällung stellen konnten. Dort, wo jetzt noch ein Loch in die Kulisse der Gersthofer Straße prangt, wird bald ein modernes Wohnhaus stehen.

18 Eigentumswohnungen

Davor wurde im Bezirk heftig diskutiert, wodurch das alte Gebäude mit dem chinesischen Restaurant im Erdgeschoß ersetzt wird. Nun ist es fix: 18 Eigentumswohnungen mit 4 Gewerbeeinheiten im Erdgeschoß sollen es werden, heißt es vonseiten Valetono. "Der Bau läuft bereits seit zwei Monaten – derzeit sind wir bei der Baugrubensicherung angelangt", erklärt Baumeister Hartmut Gerling. "Wie es aussieht, sind die Eigentumswohnungen bis Ende des Jahres vollendet." Somit bleibe noch ein Monat Zeit, die Wohnungen individuell nach Wunsch der Käufer zu gestalten.

Ende Jänner 2020 ist dann alles fertig. Bereits im Juli wurde der Antrag zur Fällung beider Platanen an das Magistratische Bezirksamt gestellt und genehmigt. Laut Baumschutzordnung dürfen Laubbäume nur gefällt werden, wenn es einen "wichtigen Grund" gibt. Es muss aber jedenfalls Ersatzpflanzungen geben. "Wir werden die zwei Platanen durch 23 Neupflanzungen im öffentlichen Raum ersetzen", erklärt der Baumeister.

Wieder ein Neubau mehr

Eine gesetzliche Ausnahme gibt es aber: Sind aus irgendeinem Grund keine Ersatzpflanzungen in der unmittelbaren Umgebung möglich, fallen pro Baum 1.090 Euro Gebühr an. "Freude haben wir zwar keine damit, dass die Bäume wegkommen, aber der Bauträger verhält sich absolut rechtskonform", erklärt Robert Zöchling, Bezirksvorsteher-Stellvertreter (Grüne). "Leider haben wir so bald einen Neubau mehr, der nicht stadtbildprägend ist".

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