AMS-Projekt:
Von der Schule direkt in den Park

Voll engagiert: Alle, die hier an der Arbeit sind produzieren Top-Qualität und sind stolz darauf.
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WÄHRING. Mit der Sperre für den Durchzugsverkehr zwischen Teschnergasse und Leitermayergasse herrscht hier endlich die Sicherheit, die Volksschulkinder brauchen. Jetzt werden auch noch neue Sitzbänke und Aufenthaltsflächen aus Holz und ein direkter Zugang von der Schule in den Park errichtet. Bereits im letzten Herbst wurde ein großes Holzpodest gebaut und kurz in Probebetrieb genommen, um zu sehen, was in der Praxis funktionieren könnte.

"Die Kinder sollen vor der Schule Möglichkeit haben, sich zu bewegen, oder wegbegleitend zu spielen. Im letzten Semester haben wir gemeinsam mit den Schulkindern in Workshops besprochen, was sie sich für ihren Schulvorplatz konkret wünschen. Darauf beruht die Planung dieses Projekts", erklärt Landschaftsarchitekt Helge Schier von zwoPK, der gemeinsam mit itworks Personalservice dieses Projekt nun "auf den Boden bringt". Das Besondere daran: Die neuen Sitz- und Spielmöbel aus Holz und ein langes Element, das statt dem früheren Zaun errichtet wird, werden von "greenlab" hergestellt.

"greenlab" ist ein sozialökonomischer Betrieb im Auftrag des AMS mit arbeitssuchenden Jugendlichen, einem Tischler und einem sogenannten Arbeitsanleiter. Die Arbeiten nehmen täglich ein Stück mehr Gestalt an und sollen, nachdem auch ein neuer Rasen gelegt und die Verbindungstreppe zum Park errichtet ist, noch im Herbst abgeschlossen werden.

Slogan: "It works!"

"Für die meisten Jugendlichen ist die Arbeit in unserer greenlab-Werkstatt in der Seestadt oder direkt an einer Baustelle die erste richtige Arbeit überhaupt", so Projektleiter Siegfried Müllner. "Und soll Grundwerte wie Pünktlichkeit, Einsatz und Freude am selbstständigen Tun vermitteln", erklärt Müllner. Dabei wird so eng und praxisnah wie möglich mit Auftraggebern, Firmen oder wie hier mit der MA 28 (Straßenbau) und dem Stadtgartenamt (MA 42) zusammengearbeitet.

Die gute Stimmung auf der Baustelle liegt auch am guten Miteinander zwischen Jung und Alt und am positiven Feedback von Außen. "Es macht stolz, wenn man mit den eigenen Händen etwas Sinnvolles gestalten kann. Egal ob hölzerne Hochbeete, Parkbänke, Spielgeräte, oder Garten- oder Aufräumarbeiten. Handwerk, aber auch soziale Kompetenz sind wichtig", sagt Müllner.
Regelmäßig alle sechs bis acht Wochen sehen sich die Verantwortlichen an, was die Jugendlichen gelernt haben und überprüfen ihre Leistung. So wird schrittweise das selbstständige Arbeiten, die Übernahme von Verantwortung und das Stundenausmaß der Beschäftigung gesteigert. "Am Ende steht die Vermittlung in die Arbeitswelt, die von uns unterstützend begleitet wird. Kurz: 'It works!'" so Müllner.

Mehr Infos unter: www.itworks.co.at

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