Digitalisierung in Österreich – Luft nach oben

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Im guten Mittelfeld rangiert Österreich, geht es nach dem Index für digitale Wirtschaft und Gesellschaft (Digital Economy and Society Index, DESI). Dieser bewertet die Entwicklung von Europas Ländern in Sachen digitaler Kompetenz. Als Richtwerte gelten: Konnektivität, Humankapital, Internetnutzung, Integration der Digitaltechnik, sowie digitaler öffentlicher Dienst.

Vorzeigeländer laut DESI 2020 sind die Nordlichter Finnland, Schweden und Dänemark, gefolgt von den Niederlanden. Österreich findet sich nur auf den mittleren Rängen ein, hat seine Platzierung aber von 14 auf Platz 13 immerhin verbessern können.

Nicht zuletzt aufgrund der Corona-Krise und den damit einhergehenden technischen Herausforderungen ist dieses Thema hierzulande zur obersten Priorität avanciert. Die Bundesregierung reagierte mit der Implementierung eines „Digitalen Aktionsplans Austria“ mit dem Ziel, bereits vorhandene Kompetenzen zu bündeln.

In zwei Bereichen Top 10: Humankapital und digitaler öffentlicher Dienst

Ein vergleichsweise gutes Zeugnis ausgestellt bekommt der digitale öffentliche Dienst in Österreich. Hier konnte der Platz in den Top 10 souverän verteidigt werden. Eine Verschlechterung im Vergleich zu 2019 (von Platz 8 auf 9) rechtfertigt durchaus die Empfehlung, bei der Vermittlung von Grundbildung, verstärkt auf digitale Kompetenzen zu setzen (Beispiel: E-Commerce-Lehre).

Der Ausbau von Festnetz- und Mobilfunkbreitband wäre hingegen dringend. Mehr als Platz 22 (im Vorjahr: Platz 18) war hier nicht zu holen. Zum großen Nachteil gereicht Österreich hier sein Landschaftsbild. Die Berge mögen für den heimischen Tourismus ein Pluspunkt sein, beim Ausbau der digitalen Infrastruktur schlagen sie sich mit erhöhten Kosten zu Buche.

Immerhin sind 86 % der Landsleute mittlerweile regelmäßig im Netz unterwegs, lediglich 10 % geben an, noch keinen Mausklick ins World Wide Web gewagt zu haben. Aufklärung über Chancen und Möglichkeiten (z. B. im Bereich Online-Handel) wäre hier gefragt.

Digitaltechnik im Handel: besser, aber noch nicht gut

Nach oben geht es für Österreichs Handel in Sachen E-Commerce langsam, aber stetig. Hier konnte sich das Land sogar um zwei Ränge verbessern. Mehr KMU mit Online-Präsenz sind zu verzeichnen, der Umsatz stieg allerdings nur um 9 Prozent.

Das volle Potenzial wird hier definitiv noch nicht ausgeschöpft. Wie im analogen Handel auch, muss die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit (wie etwa durch attraktivere Steuermodelle) in Zukunft vermehrt gewährleistet werden. Ein eCommerce-Gütezeichen, die „Ecommerce Europe Trustmark“ des Handelsverbandes soll zudem europaweit für einen verlässlichen Standard hinsichtlich Wiederkennung und Vertrauenswürdigkeit von digitalen Plattformen sorgen.

Mehr Effizienz und Transparenz durch neue Technologien

Erfreulich weit über dem EU-Durschnitt liegt Österreich im Bereich „digitaler öffentlicher Dienst“. Der 8. Platz (2019: Platz 10) zeugt von grundsätzlicher Offenheit den neuen Technologien gegenüber. Aber nicht nur Einzelpersonen gewinnen durch diese Entwicklung. Auch Agenturen für Webdesign und Suchmaschinenoptimierung können von ambitionierten Plänen für eine möglichst flächendeckende Digitalisierung nur profitieren.

Zukunft innovativ

Zahlreiche smarte Ideen im Land sorgen schon jetzt dafür, dass sich Österreich auch im weiten Feld der Digitalisierung in die richtige Richtung bewegt. Die Initiative „digi4KMU“ aus Niederösterreich etwa hat sich zum Ziel gesetzt, Digitalisierung in KMU zu pushen. Dazu sollen pro Jahr bis zu zehn Millionen Euro lukriert werden. Für einzelne Betriebe können ab 15. Juni Zuschüsse von bis zu 53.300 Euro beantragt werden.

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