25.09.2014, 00:00 Uhr

Obst & Gemüse – aber in welcher Form?

(Foto: Foto: Archiv)

Was alles zu beachten ist, damit man jetzt ausreichend mit den wichtigen Nährstoffen versorgt ist.

(skl). Die Supermarkt-Regale sind voll, viele Obst- und Gemüsesorten gibt es bei uns auch im Herbst und Winter zu kaufen. Doch Ware aus Übersee wird meist unreif geerntet, damit sie den Transport heil übersteht. Das wirkt sich oft nicht nur negativ auf das Aroma aus, sondern auch auf den Vitamingehalt.

Einfache Maßnahmen beim Einkaufen, Lagern und Zubereiten können die individuelle Vitaminbilanz verbessern:

• Bei Obst und Gemüse zwischen roh und gekocht wechseln. Denn wasserlösliche Vitamine (z. B. Vitamin C, Folsäure) werden durch Erhitzen zerstört (20-80 % Verlust), während wiederum andere Mikronährstoffe aus gekochten Lebensmitteln vom Körper besser verwertet werden können.
• Gemüse und Obst immer vor dem Zerkleinern waschen – jedoch nicht im Wasser liegen lassen, da sonst wertvolle Nährstoffe ausgeschwemmt werden.
• Beim Garen nur so viel Wasser verwenden, dass nichts weggeschüttet werden muss. Denn Vitamine und tw. auch Mineralstoffe wie Kalium werden ausgelaugt und finden sich im Kochwasser.
• Speisereste rasch abkühlen (am Balkon oder Fensterbrett). Beim Warmhalten von Gemüse sinkt vor allem der Gehalt an Vitamin C und Folsäure bis auf Null.

• Heimisches Obst und Gemüse der Saison bevorzugen. In der kalten Jahreszeit sind auch Kartoffeln (in der Schale gekocht) und Kohl wertvolle Vitamin-Lieferanten sowie reich an sekundären Pflanzenstoffen, die sich positiv auf das Immunsystem auswirken.
• Unter der Schale finden sich sowohl bei Obst als auch bei Getreide und Reis wertvolle Inhaltsstoffe. Zu Vollkornprodukten greifen und Obst nach Möglichkeit mit der Schale essen (z. B. Äpfel).
• Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Nahrungsmitteln (Eierschwammerl, Sojabohnen, Spinat, Fenchel). Trinken Sie daher z.B. ein Glas Orangensaft dazu.
Trotz umfassendem Angebot an Nahrungsmitteln sind laut „Österreichischem Ernährungsbericht“ nicht alle Bevölkerungsgruppen ausreichend mit sämtlichen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen versorgt. Da die meisten Österreicher nicht die empfohlenen zwei Fischportionen pro Woche zu sich nehmen, zählen u.a. Vitamin D und Jod bei Senioren zu den kritischen Nährstoffen. Die Versorgung mit Eisen wiederum kann bei Schulkindern und Frauen im gebärfähigen Alter mangelhaft sein, ebenso sind manche Menschen punkto Vitamin E unter den Empfehlungen. So können nicht nur jene, die vorwiegend Fast Food futtern, von Nahrungsergänzungsmitteln profitieren.
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