04.07.2017, 13:43 Uhr

Bald gilt Tempo 30 in der Gentzgasse

Der Fußgängerübergang in der Gentzgasse: Es wurden bereits Radständer platziert, damit die Sicht besser wird.

Vom Gürtel bis zum Aumannplatz wird die Geschwindigkeit gedrosselt, wodurch die Sicherheit der Fußgänger steigen soll.

WÄHRING. "Man hat das Gefühl, dass man am Zebrastreifen stört", sagt Michaela Hummelbrunner. Von ihrem Architektur- und Einrichtungsbüro am Anfang der Cottagegasse hat sie einen direkten Blick auf den Fußgängerübergang auf Höhe der Hausnummer Gentzgasse 70. Sie sei schon einige Male dafür beschimpft worden, über die Straße zu gehen, sagt sie. Aber noch schlimmer: Sie wurde auch Zeugin einiger Unfälle auf dem Zebrastreifen.

"Vor ein paar Jahren ist eine Frau mehrere Meter durch die Luft gewirbelt worden", sagt Hummelbrunner. Seit damals denkt sie sich, dass hier etwas geschehen sollte.

Alter Mann angefahren

Als sie dann Anfang Juni einen Beinaheunfall einer Mutter mit Kind erlebte und kurz danach sah, wie ein alter Mann angefahren wurde, reichte es ihr: Sie schrieb eine E-Mail an die zuständigen Dienststellen, die Polizei und die Bezirksvorstehung mit einem "dringenden Ersuchen, endlich aktiv zu werden und die Kreuzung raschest zu entschärfen". Ihrer Meinung nach sind die Autofahrer einfach viel zu schnell unterwegs: "Niemand fährt hier 50 Stundenkilometer. Alle rasen." Hummelbrunner wünscht sich mehr Geschwindigkeitskontrollen durch die Polizei, eine Bodenschwelle oder eine Ampel sowie Schülerlotsen für die Schüler der nahen Volksschule Cottagegasse.

Und siehe da: Eine Änderung ist bereits in Planung. "Die schnellen Reaktionen auf mein Schreiben haben mich wirklich überrascht", sagt Hummelbrunner. Sowohl von der Abteilung für Verkehrsplanung als auch von der Bezirksvorstehung kam der Hinweis, dass eine Geschwindigkeitsbeschränkung für den Bereich schon in Planung sei: In der Gentzgasse soll zwischen dem Gürtel und dem Aumannplatz künftig Tempo 30 gelten.

"Die Kreuzung ist nicht gut gelöst und vor allem für Fußgänger unangenehm zu queren", so Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne). Deshalb wurden bereits im Vorjahr vor dem Zebrastreifen Radständer platziert, damit sich die Einsicht für die Autofahrer verbessert. Im nächsten Jahr sollen weitere Verbesserungen folgen.

Schülerlotsen fehlen noch

Michaela Hummelbrunner freut sich über die Maßnahmen. Schülerlotsen oder eine Ampel für den Zebrastreifen wären trotzdem sinnvoll, findet sie. Lotsen können von der Schule bei der Polizei oder der Bezirksvorstehung beantragt werden. Es können sich aber auch Eltern freiwillig als Schülerlotsen anmelden, denn oft fehlt es an Personal. Darüber kann man sich bei jeder Polizeiinspektion informieren.
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