19.06.2017, 14:06 Uhr

Ideen für Umgestaltung der Schulgasse werden gesucht

Weil die Autofahrer vor ihrer Schule oft zu schnell unterwegs sind, übernahmen die Schüler vor Kurzem selbst die Verkehrsmessung. (Foto: Kozeschnik-Schlick)

Um Wege für Schülerinnen und Schüler zu verbessern, soll die Straße neu gestaltet werden.

WÄHRING. Zwischen dem Schubertpark und der Volksschule Bunte Schule Währing liegt die Schulgasse – eine Straße, die die meisten Kinder mehrmals täglich überqueren. "Die Kinder, die die Nachmittagsbetreuung in Anspruch nehmen, sind jeden Nachmittag eine Stunde lang im Park", sagt Schulleiterin Isabella Kirchmayr. Und vor der Schule wird es eng, wenn die Schüler darauf warten, dass der Unterricht beginnt.

Für die Bunte Schule ist die Situation nicht ideal. "Die Gehsteige sind eng und trotz Tempo 30 sind viele Autofahrer schneller unterwegs", sagt Kirchmayr.
In der Vergangenheit hat es bereits Bestrebungen, die Lage zu verbessern, gegeben. "Es wurde eine Bodenschwelle gebaut, die Einbahn in der Leitermayergasse umgedreht und der Gehsteig verbreitert", so Kirchmayr. Aber so richtig zufrieden sind Kinder, Lehrer und Eltern mit dem Ergebnis noch nicht.

Neuer Anlauf

Nun hat die Bezirksvorstehung beschlossen, noch einen Versuch zu unternehmen. Gemeinsam mit allen Betroffenen soll über mögliche Lösungen nachgedacht werden. "Wir werden Kinder und Jugendliche sowie Nachbarn und Gewerbetreibende im Umfeld dazu ermutigen, ihr Wissen einzubringen. Erst danach wird es einen Entwurf geben", sagt Silvia Nossek (Grüne). Von kleineren Lösungen zur Verkehrsberuhigung bis hin zum Schritt, die Straße für den Autoverkehr zu sperren und den Schubertpark in Richtung Schule zu vergrößern, sei vieles möglich, heißt es vom Bezirk.

Letztere Variante wäre Isabella Kirchmayr eindeutig am liebsten: "Wenn die Schule direkt an den Park angrenzen würde, wäre das das Paradies." Nachsatz: "Ich weiß natürlich nicht, ob das verkehrstechnisch möglich ist."

Die Schüler haben sich bereits in zwei Workshops Gedanken zur verkehrstechnischen Umgestaltung gemacht. "Sie haben die Straße zuerst als gegeben hingenommen und gar nicht angegriffen", so Kirchmayr. "Aber als wir ihnen dann andere Schulen genannt haben, die auch direkt in den Park übergehen, waren sie sofort von der Idee begeistert."

Im nächsten Schritt soll eine Spielstraße für Schüler und Anrainer entstehen. Die partizipative Planung wird dann im Sommer weitergehen. Es sollen Gespräche mit allen Beteiligten geführt und die Möglichkeiten ausgelotet werden. Auf dieser Basis werden dann die ersten Entwürfe entstehen, die öffentlich besprochen werden. Der Umbau soll im Sommer 2018 stattfinden.
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