Die Gesundheits-Mythbusters: Fünf Irrtümer über unsere Ernährung

Matthias Göth und Daniel Loidolt räumten in einem Seminar mit Gesundheitsmythen auf.
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WAIDHOFEN. Die erste Vortragsreihe von "Xund im Waldviertel" von Fitnesstrainer Matthias Göth und Gesundheitsberater Daniel Loidolt in Waidhofen ist geschlagen. Die Bezirksblätter waren dabei und baten die beiden Profis mit den gängigsten Gesundheits-Irrtümern aufzuräumen.

1. Wie viel Kalorien haben Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß?

Ein Gramm Kohlenhydrate hat gleich viel Kalorien wie ein Gramm Eiweiß - nämlich 4 kcal. Ein Gramm Fett hat hingegen 9 Kalorien. "Das bedeutet, dass der Körper einer durchschnittlichen Frau über 100.000 Kalorien auf Vorrat gespeichert hat", erklärt Fitnesstrainer Matthias Göth.

2. Sind Light-Produkte wirklich gesünder?

Light-Produkte, eigens für das Fasten ausgewiesene Joghurts und fettreduzierte Lebensmittel erobern die Supermarktregale. Aber sind diese wirklich gesünder? "Ganz klar: nein", so Gesundheitsberater Daniel Loidolt. Zwar sind Light-Produkte zwar oft wirklich fettreduziert, weisen aber oft dafür umso mehr Zucker auf, erklärt der Profi. Ähnlich verhält es sich mit dem angeblich gesünderen braunen Zucker: Letztendlich handelt es sich dabei um dasselbe Produkt wie der raffinierte weiße Zucker. Loidolt: "Als Faustregel gilt: Je mehr ein Produkt beworben wird, umso ungesünder ist es meistens".

3. Warum Fett nicht unbedingt fett macht und Zucker vermieden werden sollte

Zucker steht im Verdacht einer der Mitauslöser zahlreicher Zivilisationskrankheiten zu sein. Der durchschnittliche Europäer konsumiert rund 35 Kilo Zucker im Jahr - viel zu viel für unseren Organismus. Gesunde Alternativen zum Süßen von Speisen wären etwa Honig, Trockenfrüchte, Xylit, Stevia oder Kokosblütenzucker. Hingegen macht Fett nicht unbedingt fett: es gibt gute Fette - auf möglichst viel Omega 3 achten.

4. Weniger Kalorien? Ja, aber...

Wenn die Hose wieder zwickt lautet die Faustregel: Weniger essen - sollte man meinen. "Kalorien einsparen ist nur zum Teil sinnvoll. Wenn ein g‘standener Mann nach dem Sport 250 Gramm Joghurt und einen Apfel isst, dann ist das sicher zu wenig. Das führt lediglich zu Heißhungerattacken." Es geht aber noch schlimmer: spart man nämlich zu lange zu viele Kalorien ein, geht der Körper in einen Notfallmodus und speichert alles was er kriegen kann in Form von Fett. "Dein Körper fährt die ganze Zeit ein Notfallprogramm", erklärt Göth. Besser: Kalorien maßvoll reduzieren. Den eigenen Grundumsatz kann man hier ausrechnen.

5. Immer schön gemütlich

Auch in höherem Alter bringt eine Umstellung des Lebensstils etwas. Zum Teil kann man bereits beginnende Erscheinungen mildern oder sogar rückgängig machen. Es ist nie zu spät für eine Veränderung. Dabei sollte man es aber nicht übertreiben und zu radikal vorgehen, denn damit sinken die Chancen, dass man auch durchhält. Selbstgeißelung führt garantiert nicht zum Ziel. Das Motto: 300 Tage im Jahr zusammenreißen sind genug! Kleine Sünden sind erlaubt, denn: Die Dosis macht das Gift.

Wer Interesse an den weiteren Seminaren für 2018 hat, möge sich bitte bei Matthias Göth oder Daniel Loidolt melden.

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