140 km/h auf Autobahnen: Das sagt der Bezirk dazu

Die Tempoerhöhung auf 140 km/h auf Österreichs Autobahnen wird aktuell heiß diskutiert.
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BEZIRK WAIDHOFEN. Aktuell wird eine Tempoerhöhung auf Österreichs Autobahnen auf 140 statt 130 km/h diskutiert. Verkehrsminister Norbert Hofer plant schon im Frühjahr einen Testbetrieb in Linz. „Wir versuchen einfach Maßnahmen zu setzen den Verkehr flüssiger zu gestalten, das aber verantwortungsvoll und vorsichtig. Deshalb auch dieser Testbetrieb mit 140 km/h“, so der Minister.

Die Bezirksblätter haben getestet, wie oft man auf Österreichs Autobahnen überholt wird, wenn man sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung 130 km/h hält. Auf der S33 von Krems nach St. Pölten (rund 35 Kilometer) wurden wir ganze 14 mal überholt. 

Ulrich Achleitner, Geschäftsführer der Bandweberei Silberbauer aus Groß Siegharts, hat unser Experiment auch ausprobiert. "Besonders auf langen Autobahnen wird man mit 130 km/h Eigengeschwindigkeit laufend überholt", erzählt er. Der Unternehmer legt im Schnitt 40.000 Kilometer pro Jahr im Auto zurück. Für ihn wären 140km/h die Legalisierung eines Zustandes. Seines Erachtens nach gibt es wichtigere Probleme zu behandeln. "Ob man 130 oder 140 fährt, ist gehüpft wie gesprungen", erzählt er. Es macht für ihn jedoch einen spürbaren Unterschied, die Einschränkung aus Deutschland kommend einzuhalten. "Da fühlen sich die 130 km/h an, als würde man stehen."
Seiner Ansicht nach ist man auch nicht schneller am Ziel, weil der starke Verkehr auf Autobahnen ein flüssiges Fahren beeinträchtigt.
Auch die Sicherheit auf den Straßen wird im Zuge der Tempoerhöhung oftmals diskutiert. Laut ihm hätte die Steigerung keine besondere Auswirkung auf die Unfallstatistik, denn "je schneller man fährt, desto konzentrierter fährt man auch". 
Im Großen und Ganzen würde der Geschäftsführer das Tempolimit so belassen, wie es ist.

Tischlermeister Thomas Ableidinger begrüßt die Erhöhung, denn "die Straßen geben es her, die Autos werden immer sicherer und robuster. Daher ist es durchaus an der Zeit, dass das angepasst wird". Ob man durch die Geschwindigkeitssteigerung schneller am Ziel ist, sieht er skeptisch. "Vielleicht ist man um fünf Minuten schneller in Wien, aber am Gürtel steht man sowieso wieder im Stau". Er nimmt an, dass sich am Fahrverhalten der Österreicher nicht wirklich ändern wird. "Die wenigsten halten sich genau ans Tempolimit, deshalb denke ich, dass auch nicht mehr Unfälle passieren werden". Viel wichtiger findet er ein strengeres Vorgehen gegen Drängler. 

Bernhard Schierer vom Roten Kreuz ist der Ansicht, dass mit erhöhter Geschwindigkeit auf der Autobahn das Unfallrisiko steigt und die Sicherheit der Lenker darunter leidet. Ob man mit 10km/h mehr das Ziel schneller erreicht, kommt seiner Meinung nach ganz auf den Verkehr an.

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