Spur der Verwüstung
Amokfahrer versteckte sich unter dem Bett

Die Polizei fand am Unfallort das Kennzeichen des Unfallautos.
  • Die Polizei fand am Unfallort das Kennzeichen des Unfallautos.
  • Foto: BRS
  • hochgeladen von Peter Zellinger

Ein 25-jähriger Autofahrer verursachte in Vitis drei Unfälle und verletzte sich dabei selbst schwer. Ersthelfer beschimpfte er und setzte seine Amok-Fahrt fort. Die Polizei fand ihn zuhause unter seinem Bett.

VITIS/WAIDHOFEN. Vergangenen Freitag spielten sich auf der B2 bei Vitis eigenartige Szenen ab. Ein Kleinwagen kam kurz vor der Ortstafel Vitis von der Straße ab und rammte dort einen Kontrollpunkt einer Gasleitung. Der Lenker fuhr anschließend etwa 200 Meter im Feld weiter und wollte die Straße erreichen. Das gelang dem 25-Jährigen aber nicht: vielmehr stieß das Auto gegen eine Feldzufahrt. Durch den Aufprall verletzte sich der Lenker schwer im Gesicht. Ein Augenzeuge wollte dem Verletzten erste Hilfe leisten, da der 25-Jährige im Gesicht völlig blutverschmiert war. Doch das "Opfer" beschimpfte den Helfer und stieg noch einmal auf Gaspedal und brauste mit seinem mittlerweile schwer beschädigten Kleinwagen davon.

Verräterische Blutspuren

Auf der Flucht verursachte der Amok-Lenker den dritten Unfall: An der Bahnhofkreuzung rammte er den Pkw einer Lenkerin. Da der Unfallverursacher nicht anhielt, verständigte die Frau die Polizei. Die Beamten konnten die Spur des Verdächtigen leicht aufnehmen, denn sie fanden am Unfallort eines der beiden Kennzeichen und konnten so die Identität des Unfalllenkers ermitteln - und auch, dass er in Waidhofen wohnte. Also begaben sich die Polizisten in die Bezirkshauptstadt und konnten im Wohnblock das Fahrzeug finden - samt Blutspuren im Inneren und an der Fahrertür sowie an der Eingangstür. Darüber hinaus konnten die Beamten den Verdächtigen durch das Wohnzimmerfenster sehen. Jedoch weigerte sich der schwer verletzte 25-Jährige den Polizisten die Tür zu öffnen.

Mann wartete unterm Bett

Aus diesem Grund und der offensichtlich gravierenden Verletzung wurde die Feuerwehr gegen ein Uhr früh zur Türöffnung angefordert. Auch eine Rettungsmannschaft stand bereit. Doch nachdem die Tür aufgebrochen war, fehlte vom Verdächtigen plötzlich jede Spur. Bei einer anschließenden Suche konnte die Polizei den Verdächtigen im Schlafzimmer finden - er hatte sich unter seinem Bett versteckt.

Der Schwerverletzte musste ins Krankenhaus Horn eingeliefert werden. Ein dort durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert von 1,2 Promille.

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