Besitzer wollte schwer verletzten Hund nicht abholen: "Es ist ja Mittag!"

Das Tier war nicht nur schwer verletzt, sondern litt außerdem unter Räude.
  • Das Tier war nicht nur schwer verletzt, sondern litt außerdem unter Räude.
  • Foto: Tierheim Schlosser
  • hochgeladen von Peter Zellinger

UPDATE: Wie sich herausstellte waren die Verletzungen des Tieres schwerer als angenommen: die Knie waren beidseitig gebrochen. Wie sich beim Tierarzt zeigte, war der Hund bereits schwer krank. Er litt neben der unten erwähnten Räude an völlig verfaulten Zähnen und hatte mehrere große Tumore im Mund. Der Hund musste eingeschläfert werden.

KARLSTEIN. Einen dramatischen Einsatz für die Tierrettung gab es am vergangenen Freitag bei Karlstein. Auf der Bundesstraße in etwa auf der Höhe der Kläranlage wurde ein Hund von einem Auto erfasst. Der Terrier-Mix blieb schwer verletzt auf der Straße liegen. Kurz darauf war die Tierrettung vor Ort und konnte den Vierbeiner zum Tierarzt bringen. Dort stellte sich heraus, dass der Terrier-Mix nicht nur an Räude - einer hochansteckende Hauterkrankung, die durch Milben hervorgerufen wird - sondern hatte sich beim Unfall auch einen Bruch eines Kniegelenks zugezogen. Ein anderes Gelenk war ausgekugelt.

Erwin Schlosser, Tierretter und Tierheimbetreiber konnte über den Chip den Halter ermitteln - doch dieser wollte sein Tier nicht sofort abholen. Die Begründung: Es ist ja Mittag. Beim Tierretter stößt solches Verhalten auf Unverständnis: "Wenn der Besitzer schwer verletzt im Spital liegt, ist er auch froh, wenn jemand vorbeikommt", so Schlosser, der immer wieder von ähnlichen Erfahrungen berichtet.

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