Das Lebende Textilmuseum Groß-Siegharts

Im Lebenden Textilmuseum können eintausend Exponate bestaunt werden.
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  • Im Lebenden Textilmuseum können eintausend Exponate bestaunt werden.
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  • hochgeladen von Clara Koller

„Bandln, Zwirn kaafts!“, war einst der Ruf der in der gesamten Donaumonarchie herumziehenden „fliegenden“ Händler, der „Bandlkramer“, die ihre Bauchläden bei den Heimwebern in Siegharts und Umgebung auffüllten. Daher der klingende Name „Bandlkramerlandl“.
Im lebenden Textilmuseum wird dem Besucher anschaulich ermöglich, die Geschichte der Textilproduktion kennen zu lernen. Diese fängt an mit Graf Christoph Ferdinand von Mallenthein, der im Ort zu Beginn des 18. Jahrhunderts Spinnerei und Weberei im Verlagswesen zu organisieren begann. Ab 1720 wurden in Siegharts an die 200 „Fabric-Häußl“ gebaut, deren zentrales Möbelstück der Handwebstuhl war. In solchen Häusern lebten acht bis fünfzehn Personen. Aus der Heimarbeit entwickelte sich eine florierende Industrie, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden in Siegharts sechs große, mit Dampfmaschinen betriebene Textilfabriken.

Vergangenheit hautnah erleben

In der ehemaligen Bandfabrik Matthias Wagner wurde im Jahr 1988 auf einer Fläche von 600 Quadratmeter das Lebende Textilmuseum mit eintausend Exponaten eingerichtet. Auf den zumeist über einhundert Jahre alten Maschinen, betrieben über Transmissionen, werden den Besuchern die verschiedenen Arbeitsschritte der Bandproduktion, vom Winden der Garnsträhne übers Weben bis zum Aufwickeln der fertigen Bänder vorgeführt. Selbst das Alltagsleben jener Menschen, welche einst damit ihr Brot verdienten, wird hier zum Thema. Altertümliche, aber voll funktionsfähige Handwebstühle, Spinnräder, Hausrat sowie Geräte im originalgetreu aufgebauter „Kleinhäusler“-Umgebung vermitteln einen lebendigen Eindruck vergangener Zeiten.
Im Lebenden Textilmuseum präsentiert weiters Franz Irschik seine Bilderdokumentation unter dem Motto „Augenblicke der Natur“.
Öffnungszeiten im Lebenden Textilmuseum bis 31. Oktober, von Mittwoch bis Sonntag, 13 bis 18 Uhr. „Hygienevorschriften Mund- Nasenschutz bzw. Handdesinfektion nach jeweiliger gesetzlicher Vorgabe“.
Informationen unter Telefon 0664/1632811 und m.u.g.wiesinger@gmx.at

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