Dürre und Trockenheit: 83 Feuerwehren bei Waldbrandübung

Ziel aller Übungen war es unter anderem Löschwasserleitungen über längere und schwer zugängliche Strecken zu legen.
9Bilder
  • Ziel aller Übungen war es unter anderem Löschwasserleitungen über längere und schwer zugängliche Strecken zu legen.
  • Foto: BFK Waidhofen a. d. Thaya - Stefan Mayer
  • hochgeladen von Peter Zellinger

WAIDHOFEN. 83 Feuerwehren waren am Sonntag gleichzeitig an zwölf verschiedenen Orten im Bezirk Waidhofen bei einer Waldbrandübung eingesetzt.

Ziel dieser groß angelegten Übung war die Löschwasserförderung über längere Strecken sowie den Einsatz von Vakuumfässern der Landwirte zu üben. Insgesamt 745 Feuerwehrleute waren daran beteiligt, Leitungen im Ausmaß von 15 Kilometer gelegt.

Übungsannahme: Die anhaltende Trockenheit im Bezirk Waidhofen an der Thaya führte in den letzten Tagen zu diversen Kleinbränden, sodass erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich ist und die Gefahr besteht, dass an mehreren Stellen im Bezirk Brände ausbrechen können.

Mit dieser Übungslage wurden am Samstagnachmittag die Mitglieder des Bezirksführungsstabes der Feuerwehr informiert (die im Falle von Katastrophen oder größeren Einsätzen die Koordinierung der Einsatzkräfte übernehmen), dass es bereits mehrere Waldbrände im Bezirk gibt und eine weitere Verschärfung der Lage zu erwarten ist.

Sonntagfrüh um 7 Uhr wurden die ersten Feuerwehren zu den Übungsorten gerufen. In zwölf Gemeinden des Bezirks wurde jeweils ein Waldbrandszenario vom Ausbildungsteam des Bezirks- und der Abschnittsfeuerwehrkommanden ausgearbeitet.

Bei jeder dieser zwölf Übungsszenarien galt es eine Löschwasserförderung über eine längere Strecke zu errichten und teilweise mit Unterstützung von Vakuumfässern von ortlichen Landwirten die Wasserversorgung sicherzustellen. Die Schlauchleitungen waren dabei zwischen 600 Meter und 1,5 Kilometer lang. In Summe waren es insgesamt rund 15 Kilometer, die im gesamten Bezirk - teils über steiles Gelände - gelegt wurden. Zusätzlich kamen erstmals mobile Löschwasserbehälter zum Einsatz. Vereinzelt bauten die Feuerwehrleute provisorische Löschwasserbecken aus Paletten zusammen. Diese Becken wurden mit Vakuumfässern befüllt und dienten als "Pufferspeicher" für die weitere Löschwasserförderung. Mit den Feuerlöschpumpen wurde das Wasser zu den "Brandobjekten" weitertransportiert.

Die Feuerwehren waren bei zwölf verschiedenen Gemeinden im Bezirk eingesetzt:

  • Gemeinde Vitis: Eulenbach - Waldbrand "Eulenbacher Berg"
  • Gemeinde Waidhofen an der Thaya: Puch - Waldbrand "Pyhringer Höhe"
  • Gemeinde Windigsteig: Kleinreichenbach - Waldbrand "Schacherwald"
  • Gemeinde Pfaffenschlag: Artolz - Waldbrand "Halterberg"
  • Gemeinde Thaya: Großgerharts - Waldbrand "Reutlus"
  • Gemeinde Waidhofen an der Thaya-Land: Buchbach - Waldbrand "Radlbachwald"
  • Gemeinde Groß Siegahrts: Waldbrand "Steinwand"
  • Gemeinde Waldkirchen: Schönfeld - Waldbrand "Bruckholz"
  • Gemeinde Kautzen: Illmau - Waldbrand "Scheibenberg"
  • Gemeinde Karlstein: Waldbrand "Im Reuth"
  • Gemeinde Dobersberg: Reinolz - Waldbrand "Pengerswald"
  • Gemeinde Gastern: Waldbrand Kleinzwettl

Insgesamt nahmen 83 Feuerwehren mit 716 Mitgliedern und 115 Fahrzeugen teil, 18 Mitglieder waren im Bezirksführungsstab sowie als Disponenten in der Bezirksalarmzentrale eingesetzt. Elf Mitglieder waren als Übungsbeobachter bei den Übungsszenarien vor Ort.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen