Landesgericht Krems
Innige Freundschaft zwischen Frauen schlug in Hass um

Verfahren wurde mittels Diversion eingestellt.
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Die 55-jährige Angestellte aus dem Bezirk Waidhofen und ihre Arbeitskollegin teilten Hobbys, wie Reisen und Wandern. Aus dem kollegialen Verhältnis wurde eine jahrelange enge Freundschaft. Doch die 55-Jährige mischte sich immer mehr in das Privatleben der Freundin ein, kritisierte ihre sozialen Kontakte zu Männern, begann sie zu überwachen, schaute gar in ihr Handy. Als die Freundin deshalb den Kontakt zu ihr abbrach, wollte die Zurückgewiesene dies nicht akzeptieren. Sie spionierte der Arbeitskollegin weiter nach, tauchte bei ihrer Wohnung auf und kontaktierte sie weiter per Telefon und sozialen Medien.

Reifen aufgestochen

Als die Kollegin schließlich eine Partnerschaft mit einem anderen Arbeitskollegen einging, begannen im Jahr 2018 die Feindseligkeiten. Die 55-Jährige schlich im Wohnhaus und in der Garage der Ex-Freundin herum. Beim Auto des Partners wurde die Luft ausgelassen. Schließlich wurde es gemeingefährlich, denn die Reifen wurden aufgestochen, Schrauben in die Pneus gebohrt. Auch das Wohnhaus des Partners wurde Ziel von Racheakten. Die Fenster wurden mit Eiern beworfen, Türen und Fenster mit Farbe beschmiert. Die Angriffe setzten sich bis ins Jahr 2020 fort, der Mann montierte eine Dash-Cam im Auto, er und seine Partnerin lebten in ständiger Angst, erstatteten schließlich Anzeige.

Nur teilweise geständig

Die Beschuldigte war am Kremser Landesgericht nur teilweise geständig. Sie gab zu, die Luft der Reifen ausgelassen zu haben und die Überprüfungsplakette zerkratzt zu haben. Mit den anderen Sachbeschädigungen wollte sie nichts zu tun gehabt haben. Sie gab auch an, zu diversen Tatzeiten nicht vor Ort gewesen zu sein.

Gefilmt

Auf im Gericht gezeigten Aufnahmen aus der Dash-Cam war die Tatverdächtige zu sehen. Dazu gab sie an, sie habe nur nachts in den Pkw mit einer Taschenlampe hineingeleuchtet. Warum, konnte sie nicht erklären. Trotz erdrückender Indizien blieb die Angeklagte bei ihrer ursprünglichen Verantwortung.

Diversion

Der Staatsanwältin platzte schließlich der Kragen. „Wenn sie Verantwortung übernehmen, würde ich einer Diversion zustimmen.“ Nach langer Überlegung stimmte die Beschuldigte halbherzig in den Vorschlag ein. Der Anwalt des geschädigten Mannes, Martin Führer, forderte Schadenersatz für seinen Mandanten. Das Verfahren wurde schließlich mittels Diversion mit zweijähriger Bewährung eingestellt. 3500 Euro muss die 55-Jährige an Schadenersatz zahlen. Rechtskräftig. -Kurt Berger

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