Raabs: Happy End im Husky-Drama

In diesem Hinterhof musste der Husky sein Dasein fristen.
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  • Foto: BS
  • hochgeladen von Peter Zellinger

Tier musste zwei Jahre im eigenen Kot leben, jetzt wurde der Husky aus seinem Kerker von Privatpersonen freigekauft.

RAABS. Seit beinahe schon zwei Jahren beschäftigt ein Husky in einer Katastralgemeinde von Raabs Tierschützer, Polizei und die Bezirkshauptmannschaft Waidhofen. Das Tier wurde in einem von Kot verdreckten kleinen Innenhof gehalten. Dabei hätte eigentlich alles ganz anders sein müssen, denn dem Besitzer wurde es eigentlich verboten den Hund im Innenhof einzusperren.

Im vergangenen Jahr versuchten Tierschützer schon einmal den Husky zu befreien. Anrainern war aufgefallen, dass der Hund in dem kleinen Innenhof im eigenen Kot eingesperrt war. Als die Aktivisten anrückten kam es sogar zu einem Polizeieinsatz: Sie fanden nämlich nicht nur den Hund, sondern auch elf Katzen, die kurz vor dem Verhungern waren. Damals wurden die Katzen gerettet, der Hund konnte dem Besitzerpaar aber nicht abgenommen werden. Ein weiterer Anlauf im Oktober 2018 konnte das Tier zwar nicht endgültig befreien, brachte dem "Halter" aber zumindest eine behördliche Auflage ein: Der Hund dürfe nur noch nachts im Innenhof gehalten werden, tagsüber habe das Tier zumindest im Vorgarten zu sein, um dem Hund zumindest Sinneseindrücke zu verschaffen.

Jetzt im Juni 2019 wollten die Tierschützer selbst noch einmal nach dem Hund sehen - und er befand sich wieder im Innenhof. "Die Zustände waren dramatischer denn je", schildert Bettina S. die Lage. Sie stellte den Halter zur Rede, warum der Hund noch immer nicht korrekt gehalten werde. Dessen Begründung: Der Husky sei aus dem Vorgarten ausgebüxt und hätte 17 Hühner in der Umgebung gerissen, deshalb müsse er wieder im Innenhof sein Dasein fristen. Außerdem sei seine Freundin die Halterin des Hundes - diese habe ihn aber verlassen. "Damit sah er sich nicht mehr für den Hund zuständig und ließ ihn einfach im Hinterhof dahinvegetieren", ist S. entsetzt. "Gerade mal zwei Handvoll Trockenfutter waren noch im gesamten Haushalt als Reserve vorhanden", so S.

Da die behördlichen Auflagen nicht erfüllt wurden, schritt die Tierschützerin selbst ein und kaufte das Tier kurzerhand um 250 Euro. "Alles legal und mit Kaufvertrag", erklärt die Tierschützerin. Der Husky wurde nach einigen Telefonaten ins Tierheim Krems gebracht, wo er auch bereits gute Aussichten auf ein liebevolleres Zuhause hat, wie die Bezirksblätter bei Redaktionsschluss erfuhren.

Bereits 2014 wurden den Haltern zwei Schäferhunde abgenommen, die völlig verwahrlost und abgemagert waren. Das Paar wollte die Tiere angeblich züchten.

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