Autotest Audi e-tron
So macht elektrisch fahren Spaß

Audi e-tron: Endlich ein Elektroauto für Erwachsene, die gerne auch einmal Spaß haben.
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  • Audi e-tron: Endlich ein Elektroauto für Erwachsene, die gerne auch einmal Spaß haben.
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Elektroauto im Test: Können wir bitte endlich aufhören nur über Reichweite zu reden? Das wäre wunderbar!

WAIDHOFEN. Als wir vor einem Jahr den e-Golf getestet haben, war unser Fazit noch: "Elektroautos sind in der Alltagstauglichkeit angekommen. Dennoch würden wir noch ein bisschen warten, bevor wir uns einen E-Flitzer zulegen." Doch ist dieser Zeitpunkt für den Umstieg endlich gekommen? Sind Elektroautos mittlerweile eine echte Alternative zu den herkömmlichen Verbrennern? Und wo müssen wir Abstriche machen.

Heuer legen wir für unseren Test ein paar Zacken zu, zumindest was das Auto betrifft. Statt einem Kleinwagen aus der Mittelklasse setzen wir unseren Fuß auf das Gaspedal des neuen Audi e-tron Sportback. Schon allein optisch merkt man: Elektroautos sind endlich aus der Kinderstube herausgekommen. Vorbei sind die Zeiten als man die Wahl entweder zwischen quietschbunten Ideen aus der Praktikantenschule der Autodesigner oder mehr oder weniger kreativen Klonen des großen US-Konkurrenten hatte. Der e-tron wirkt wie ein Auto für Erwachsene, die gerne auch einmal ein wenig Spaß haben.

Jürgen Wais vom gleichnamigen Autohaus stellte uns den e-tron zur Verfügung - und nimmt uns gleich einmal ein wenig den Wind aus den Segeln, als wir uns in bunten Bildern die aberwitzige Beschleunigung ausmalen. "Nachdem man ein paar Mal richtig aufs Gaspedal gestiegen ist, merkt man, wie sehr man die eigene Fahrweise an das Elektroauto anpasst. Da hat man eher ein Auge auf die Reichweite - und das obwohl ich sonst auch gerne eher schneller fahre". Die liegt laut Herstellerangaben bei 446 Kilometern. In der Praxis kommt man etwa 400 Kilometer weit - bei entsprechender Fahrweise.

Die Vernunft siegt doch

Wie sich herausstellt, sollte Wais Recht behalten. Er muss es schließlich wissen, er fährt den e-tron schon mehrere Wochen. Wir sind jedoch noch einigermaßen unerfahren und freuen uns zuerst über die Lagekameras, die uns auf Wunsch sogar unser 3D-animiertes Fahrzeug am Borddisplay von oben zeigen. Während wir noch daran scheitern herauszufinden wie das funktioniert, schrecken wir kurz hoch: der Sitz fährt plötzlich nach vorne, während wir schon drin sitzen - und wieder zurück, wenn wir das Auto abstellen. Das soll das aussteigen erleichtern. Audi hat selbst an unsere Corona-Kilos gedacht. Clever.

Ist elektrisch Fahren alltagstauglich? Ja, sagt Jürgen Wais im Gespräch mit Bezirksblätter-Redakteur Peter Zellinger.
  • Ist elektrisch Fahren alltagstauglich? Ja, sagt Jürgen Wais im Gespräch mit Bezirksblätter-Redakteur Peter Zellinger.
  • hochgeladen von Peter Zellinger

Beim Fahren wird uns dank 408 PS bestimmt nicht langweilig. Aber wir merken nach einigen Tritten aufs Gaspedal: Die schon angesprochene Vernunft überkommt uns dann doch. Wir tüfteln an technischen Details wie der so genannten Rekuperation, also die Aufladung des Akkus mit Bremskraft und fahren vorausschauender. Wobei uns der Bordcomputer Letzteres ganz gut abnimmt: Überlässt man dem System die Kontrolle, reguliert der e-tron Tempo und Rekuperation von selbst. Das wirkt zwar vor Ortschaften manchmal ein bisschen übervorsichtig, holt aber noch einmal ordentlich Reichweite zurück. Bis zu einem Drittel des Akkus soll man nur durch Bremsenergie wieder laden können - es zahlt sich also aus. Auf unserer Runde "verlieren" wir so nur die Hälfte der Streckenlänge an tatsächlicher Reichweite.

Urlaubstauglich soll der e-tron ebenfalls sein: Das Auto plant Routen und Ladestopps selbstständig ein. An einem Schnelllader ist der Audi innerhalb von 30 Minuten wieder abfahrbereit. "Ich konnte bislang immer noch zuhause laden. Wien und retour sind kein Problem. Wenn ich den täglichen Weg in die Arbeit von 15 oder 20 Kilometern zurücklege, muss ich den e-tron überhaupt nur einmal in der Woche laden", so Wais.

Jürgen Wais mit dem Audi e-tron.

Unser Testfazit

Am Audi e-tron tobten sich die Ingenieure offensichtlich nach Herzenslust aus. Allein über das Akku-Kühlsystem und die Gel-Polsterung der Zellen lässt sich stundenlang reden. Je nach Modus wird aus elektrisch fahren beinahe soetwas wie ein Schwebegefühl. Am Design gibt es nichts zu meckern, auch hier findet Audi die richtige Sprache für seine Fahrer. Vielleicht schafft es der e-tron, dass wir auch endlich aufhören bei Elektroautos sofort automatisch nurmehr über die Reichweite zu reden - denn ob es jetzt 400 Kilometer einer Batterieladung sind oder 650 Kilometer Reichweite aus einer Tankfüllung kommen, wird in der Praxis wohl nur einen minimalen Unterschied machen.

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