Verkehrsberuhigung bleibt aus
Transitstopp-Waldviertel will Lkw-Hölle bremsen

Anrainer fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder. 400 Lkw rasen täglich durch Dobersberg.
  • Anrainer fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder. 400 Lkw rasen täglich durch Dobersberg.
  • Foto: Matthias Ledwinka
  • hochgeladen von Peter Zellinger

Dobersberger protestieren gegen den Transit durch ihr und die anderen Dörfer im Waldviertler Grenzgebiet.

DOBERSBERG. Kolonnen von Holzlastern preschen durch die Dörfer. Um die 400 Lkw rasen täglich durch Dobersberg. Oft bis spät in die Nacht und ab zwei Uhr früh - und rauben so den Anrainern den Schlaf. Bereits im Herbst des Vorjahres kam es zu Protesten in den betroffenen Orten. Mehr als dem Bekenntnis, dass Holz verstärkt auf der Bahn transportiert werden soll, kam dabei nicht heraus. Ähnliche Initiativen gab es auch im Bezirk Gmünd. Hier kam es sogar zu einem Transitgipfel der Bezirkshauptmannschaft. Das Ergebnis blieb aber auch hier ernüchternd: Fahrverbote könne man nicht einfach so durchsetzen, weil sich ansonsten der Verkehr verlagert. Die Folge: Die Lkw-Lawine rollt weiter.

"Die Menschen haben es lange erduldet"

In Dobersberg will man das nicht mehr hinnehmen. Von dort aus ist eine Initiative gegen die ungebremste und wenig kontrollierte Transitwelle durch kleine Dörfer im Waldviertel gestartet worden. "In anderen Regionen hat man längst begonnen, gegen Lärm, CO2 und Feinstaub etwas zu unternehmen. Die Menschen hier haben es lange erduldet. Anläufe für eine bessere Lebensqualität haben nicht gefruchtet", berichtet Anton Dorfinger, Sprecher der neuen Initiative.

Gerade in den Tagen vor Weihnachten wurde das Verkehrsaufkommen in unseren Dörfern unerträglich. Es preschten Kolonnen von Holzlastern mit Anhänger auf der Landesstraße L61 nach Dobersberg und dann weiter durch Merkengersch, Niederedlitz und Thaya nach Waidhofen. Die Menschen sehen ihre Gesundheit gefährdet und fürchten um ihre Kinder. "Die LKW bringen Feinstaub, Luftverschmutzung, Lärm, Straßenschäden und so manche gefährliche Situation auf den schmalen Landstraßen. Das Anliegen der Petition: Schwerverkehr und Lebensqualität sollten auf ein richtiges Maß gebracht werden. Der wirtschaftlich unbestritten notwendige Transit sollte in vernünftige Bahnen gelenkt werden", so Dorfinger.

Plattform gegen Transit

Und es geht dabei nicht nur um den Bezirk Waidhofen, auch die Einwohner anderer Grenzregionen leiden unter dem wachsenden Schwerverkehrsaufkommen. Diese Initiative hat sich um Hilfe an die Gemeinde Dobersberg gewandt, an die Landeshauptfau und an den Landesrat Ludwig Schleritzko gewandt. Laut Dorfinger ohne konkretes Ergebnis. Es habe immer geheißen, zur Verkehrsberuhigung könne man nichts tun. "Dabei hat es durch besagte Dörfer einst eine Bahnlinie nach Slavonice gegeben. Die Schienen sind weggerissen worden und der kleine Grenzübergang ist für Schwerstfahrzeuge geöffnet worden. Dieser Zug ist nun abgefahren. Unmengen von Holz werden nach Österreich transportiert, während bei uns der Wald durch Klimaerwärmung und Borkenkäfer stirbt. Und das noch dazu in einem Lockdown für die österreichische Bevölkerung", kritisert Dorfinger.

Deshalb hat die Gruppe rund um den Psychotherapeuten und ehemaligen Lehrer unter www.transitstopp-waldviertel.at eine Petition gestartet. "Die Unterstützung aus allen Landesteilen gibt Mut. Vernünftige Verkehrskonzepte wären angesagt, mit der Bedachtnahme, dass Menschen in ihren Häusern auch wohnen können. Aus diesem Grund will diese Initiative auch alle anderen mit ins Boot nehmen, denen es ähnlich geht. Das obere Waldviertel soll nicht geopfert werden", sagt Dorfinger.

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