Welche Wasser-Pflanzen für uns nützlich sind

Kräuterpädagogin Eunike Grahofer weiß bestens über Uferpflanzen zu erzählen
  • Kräuterpädagogin Eunike Grahofer weiß bestens über Uferpflanzen zu erzählen
  • Foto: Eunike Grahofer
  • hochgeladen von Barbara Flicker

WAIDHOFEN. Entlang der Ufer von Bächen, Flüssen und Teichen wachsen einige sehr interessante und von uns Menschen stets genutzte Pflanzen. Das Mädesüß ist eine ca. zwei Meter hohe Pflanze, mit weißen Blüten, welche wie „Wattebäusche“ aussehen und herrlich nach Honig duften, nutzt die Uferzonen für die Vermehrung. Die winzigen Samen des Mädesüß werden von einer Art „Luftball“ umschlossen. Im Herbst fällt dieser „Lufball mit dem Samen darin“ von der Pflanze und landet im Wasser. Durch die eingeschlossene Luftmenge, schwimmt er sehr gut an der Wasseroberfläche und wird dann vom Wasser wieder an irgendeine Uferzone gespült, wo der Samen dann keimen kann und der Kreislauf von neuem beginnt. Bei Erkältungskrankheiten trinkt man eine Teemischung aus je einem Teil Majoran, Thymian und Mädesüßblüten. Für Süßspeisen kann man Mädesüßblüten in ungeschlagenes Schlagobers tauchen und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Am nächsten Tag die Blüten herausnehmen und das Schlagobers wie gewohnt mit dem Mixer schlagen – Das Schlagobers hat danach als Geschmack die köstliche Honignote der Mädesüßblüte angenommen und kann nun für Süßspeisen verwendet werden. Mädesüß wurde früher, als die Biere noch sehr herb schmeckten, dem Bier zugegeben, um dessen geschmackliche Attraktivität zu verbessern.

Pflanzen im Sommer
"Eine andere Pflanze, welche uns im Juli und August wie eine rosarote, hohe Kerze entlang der Uferzonen begegnet ist der Blutweiderich,"so Kräuterexpertin Eunike Grahofer". Die Wortendung „rich“ bedeutet so viel wie „Herr“, der Name Blutweiderich bedeutet „Herr des Blutes“. Die Pflanze enthält eine hohe Dosis Gerbstoffe, welche einerseits desinfizierend andererseits durch ihre eiweißbindenden Eigenschaften Blutstillend wirken. Hierzu reibt man ein Blatt des Blutweiderichs kurz zwischen den Fingern bis der Blattsaft heraustritt und gibt diesen auf die gewünschte Körperstelle.

Für eine schnelle Heilung
Der Beinwell ist eine weitere interessante Pflanze, die gerne an Uferzonen wächst. Er gilt als sogenannte „Bodenzeigerpflanze“, weil er nicht nur Standorte am Wasserrand sondern auch Standorte mit Staunässe bevorzugt. Gehen wir nun entlang einer Wiese, in der wir Beinwellpflanzen sehen, dann zeigt uns die Pflanze eine Staunässe an. Die Pflanze zeigt uns bereits beim Betrachten der Wiese, dass es sich hier um eine -feuchte Wiese handelt – daher gilt sie als Boden-Zeiger-Pflanze. Beinwell kann gelb, weiß oder auch in blautonen Blühen, seine breiten Blätter greifen sich rau an, seine Wurzel ist schwarz, wodurch er früher umgangssprachlich „Schwarzwurzel“ genannt wurde. Bei Blutergüssen reibt man die Blätter des Beinwell zwischen den Fingern bis der Pflanzensaft heraustritt und gibt diesen zum schnelleren Abheilen direkt auf den Bluterguss. Bei Rheuma, Gicht und Gliederschmerzen reibt man die betroffenen Körperstellen mit Beinwelltinktur ein. Bei Prellungen, Muskelüberanstrengung oder Quetschungen nimmt man entweder eine Salbe aus Beinwellwurzeln, oder schneidet eine Beinwellwurzel in kleine Stücke und vermischt sie mit Wasser bis ein gallertartiger Brei entsteht, welchen man auf die betroffene Körperstelle gibt und mit einem Tuch abdeckt.

Autor:

Barbara Flicker aus Waidhofen/Thaya

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