Schandflecke sollen weg
Bürgermeister will Abrissprämie für die Innenstadt

Waidhofens Innenstadt präsentiert sich etwa beim Sommerkino von ihrer schönsten Seite. Aber nicht alle Ecken sind so malerisch.
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  • Waidhofens Innenstadt präsentiert sich etwa beim Sommerkino von ihrer schönsten Seite. Aber nicht alle Ecken sind so malerisch.
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Innenstadtbelebung einmal anders: Stadt soll Hausbesitzern beim Abriss leerstehender Gebäude mit 5.000 Euro helfen.

WAIDHOFEN. Die Innenstadt Waidhofens muss laufend Kritik einstecken: Zu viele leere Geschäfte, zu wenig Angebote für Kunden, Parkraumbewirtschaftung und manch hässliche Bauruine. Dabei hat die Stadt - zumindest was die Optik betrifft - einigen Boden gut gemacht. Dennoch stehen zwischen den oft liebevoll restaurierten Fassaden Ruinen und Haus-Klötze, die das Stadtbild verschandeln.

Das soll sich jetzt ändern, wie Bürgermeister Robert Altschach im Rahmen einer Pressekonferenz der ÖVP bekannt gab. So ist neben den Punkten leistbares Wohnen, Ausbau der Waidhofner Betriebsgebiete und Kinderbetreuung die Innenstadt oberste Priorität in der kommenden Gemeinderatsperiode für Volkspartei.

Die neueste Idee: Hausbesitzern soll beim Abriss von Schandflecken finanziell geholfen werden. "Viele Hausbesitzer sind gar nicht in Waidhofen. Zwar wird versucht die Gebäude zu verkaufen, aber wie diese aussehen oder in welchem Zustand die Gebäude sind, ist den Besitzern egal. Die Kosten sind aus unserer Erfahrung einer der Hauptgründe, warum manche dieser Klötze nicht entfernt werden", so Altschach.

5.000 Euro Direktzahlung

Die Entsorgung der Altlasten sind oft das größte Problem. Deshalb will man mit einer Abrissprämie helfen. 5.000 Euro soll die Stadt als Direktzahlung zu schießen und so Inhaber motivieren ihre Ruinen zu entfernen. Das Problem liegt nämlich in der sogenannten Baustoff-Recycling-Verordnung. Einfamilienhäuser sind ausgenommen, bei großen Geschäftslokalen ist aber oft ein Gutachten vor dem Abriss notwendig, welche Schadstoffe anfallen könnten - und das kostet. "Und genau diese Kosten sind das Hauptproblem", erklärt der Bürgermeister.

Hilfe gibt es natürlich nur dort, wo es möglich ist. Denkmalgeschützte Objekte sind selbstverständlich ausgenommen, wie Altschach betont. Vorerst will der Bürgermeister die Aktion für die Innenstadt starten, aber auch in Dörfern könne man längerfristig so die Zahl der Schandflecken reduzieren, so Altschach. Der Bürgermeister betont im Rahmen der Pressekonferenz die bisher laufenden Initiativen zur Attraktivierung der Innenstadt wie die Fassaden- und Wirtschaftsförderung für Neugründungen.

Wie es nach der Wahl in Waidhofen weitergeht? "Die Bevölkerung will keinen Streit. Wir müssen wieder zur Sachlichkeit zurückfinden und wir als Volkspartei haben bei uns selbst angefangen", so Altschach, der betont, dass rund die Hälfte seines Teams erstmals kandidieren. "Wir wollen nurmehr Gemeindepolitik auf der Sachebene. Genug gestritten", so Altschach.

Waidhofens Innenstadt präsentiert sich etwa beim Sommerkino von ihrer schönsten Seite. Aber nicht alle Ecken sind so malerisch.
"Die Kosten für die Entsorgung sind das Hauptproblem vieler Hausbesitzer", so Robert Altschach. Deshalb will die Stadt künftig 5.000 Euro für den Abriss von Schandflecken beisteueren.
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