FPÖ: Waldhäusl geht in die Landesregierung, Landbauer legt alle Funktionen zurück

Johanna Mikl-Leitner und Gottfried Waldhäusl trafen sich am Donnerstagvormittag zu einem Gespräch.
  • Johanna Mikl-Leitner und Gottfried Waldhäusl trafen sich am Donnerstagvormittag zu einem Gespräch.
  • Foto: NLK Burchhart
  • hochgeladen von Peter Zellinger

WAIDHOFEN. Die FPÖ wird nach der niederösterreichischen Landtagswahl vom Sonntag nicht Udo Landbauer, sondern den bisherigen Klubobmann Gottfried Waldhäusl in die Landesregierung entsenden. Das teilte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Donnerstag mit.

Diese „richtige Entscheidung im Sinne Niederösterreichs“ sei ihr von der FPÖ-Landesspitze mitgeteilt worden, sagte Mikl-Leitner nach ersten Parteiengesprächen. Sie habe schon vergangene Woche klargestellt, dass es mit ihr „keine Zusammenarbeit mit Udo Landbauer geben“ werde, so Mikl-Leitner. Eine Bestätigung seitens der FPÖ gibt es noch nicht.

Mikl-Leitner sagte, sie „begrüße“ die Entscheidung der FPÖ. Damit könnten auch mit der FPÖ Gespräche über ein mögliches Arbeitsübereinkommen aufgenommen werden, berichtet der ORF. Wer dem Ruf Niederösterreichs schade, „kann für mich kein Partner sein“, so Mikl-Leitner.

Landbauer stellt FPÖ-Mitgliedschaft  "ruhend"

Wie es nach der NS-Liederaffäre mit der politischen Karriere Udo Landbauers weitergeht war lange ungewiss. Nach dem anfangs noch spekuliert wurde, Landbauer könnte Klubobmann oder einfacher Landtagsabgeordneter werden, ist mittlerweile verkündet worden, dass Udo Landbauer sämtliche politischen Funktionen zurücklegt. "Ich nehme die heutige Entscheidung Udo Landbauers, sein Amt als Stadtrat zurückzulegen, das Landtagsmandat nicht anzunehmen und alle FPÖ-Funktionen und seine FPÖ-Mitgliedschaft bis zur endgültigen Klärung seiner Unschuld ruhend zu melden, mit großem Respekt und menschlicher Anerkennung zur Kenntnis", erklärte FPÖ-Bundesparteiobmann und Vizekanzler Heinz-Christian Strache dazu.

Waldhäusl seit 2008 Klubobmann

Mit Waldhäusl wird anstelle Landbauers einer der erfahrensten Politiker der niederösterreichischen FPÖ künftiges Regierungsmitglied in St. Pölten. Der 52-Jährige gehörte zwei Jahrzehnte lang dem Landtag an, seit 2008 ist er Klubobmann. Diese Funktion wollte Waldhäusl eigentlich auch weiter ausüben. „Ich werde es nicht sein“, hatte er noch am Abend der niederösterreichischen Landtagswahl darauf geantwortet, wer denn FPÖ-Landesrat werde. Zwei Tage später klang das schon anders: „Wenn es im Sinne Niederösterreichs und der Partei ist, werde ich mich nicht dagegenstellen.“

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