Stadt verkauft Spielplatz-Teil an das Einkaufszentrum

Ein 220 Quadratmeter großes Teilstück des Spielplatzes in der Karl Hoefner-Straße wird an das Einkaufszentrum verkauft.
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  • hochgeladen von Peter Zellinger

WAIDHOFEN. Der Spielplatz in der Karl Hoefner-Straße wird um 220 Quadratmeter kleiner. Die Thayapark GmbH kaufte der Stadtgemeinde Waidhofen das Teilstück um 14.300 Euro ab. Der Plan: für eine Tiefgarage und einen geplanten Ausbau des Einkaufszentrums soll eine neue Zufahrt entstehen. Deshalb befürchten die Anrainer steigende Verkehrsbelastung in der nahen Siedlung.

Die Sache hat eine lange Vorgeschichte: bereits 2013 wurde ein Teilstück des Spielplatzes an EKZ-Betreiber Reinhold Frasl verkauft. Damals gab die Stadtgemeinde nach Anrainerprotesten das Versprechen ab, weitere Grundstücksverkäufe des Spielplatzes nicht ohne deren Zustimmung abzuwickeln. Dazu wurde diesmal ein Fragebogen an 356 Haushalte verschickt. Laut Stadtrat Thomas Lebersorger hielten sich die Rückmeldungen aber in Grenzen: nur fünf Stellungnahmen langten überhaupt bei der Gemeinde ein - eine davon von der Telekom, ein Irrläufer und drei Antworten waren gegen den geplanten Verkauf.

Dennoch: Rainer Christ von der IG Waidhofen und selbst Anrainer befürchtet ein steigendes Verkehrsaufkommen in der Siedlung. "Und nur weil sich die Leute nicht gemeldet haben, heißt das ja nicht, dass sie einverstanden sind. Irgendwann schauen wir auf eine Lärmschutzwand". Darüber hinaus verwies Christ auf eine Unterschriftenliste, auf der über 150 Personen sich gegen den Grundstücks-Deal aussprachen.

Verkehrsmaßnahmen

Bürgermeister Robert Altschach kündigte Verkehrsmaßnahmen an. So soll das Abbiegen in die Siedlung verboten und der Verkehr über den Kreisverkehr umgeleitet werden. Wirtschaftsstadtrat Gottfried Waldhäusl erklärte, dass sichergestellt sei, dass ein Grünstreifen die Siedlung auch in Zukunft vom Einkaufszentrum trenne. Darüber hinaus werde der Spielplatz sicherer, weil ein bis zu vier Meter hoher Zaun den Spielplatz vom fließenden Verkehr trennen soll. "Von 700 bis 900 Betroffenen sind etwa 100 (abzüglich der Nicht-Anrainer auf der Unterschriftenliste, Anm.) dagegen, hätten 1.000 Leute unterschrieben, täten wir und schwerer".

Der Grundstücksverkauf wurde mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ und SPÖ beschlossen, die IG Waidhofen stimmte dagegen.

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