Die Sache mit den Bauern
EU? Friedensprojekt, Agrarglück oder nationale Bevormundung?

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Rückgewandte Agrarromantik, alte EWG-Agrarrezepte aus den 60-ern und die Wirklichkeit.
Eu-Agrarbudget, Bienensterben, Pflanzen"schutz"mittel.
Klima, Bio-Zielevorgabe, Brüssel.
Diese Reizwörter, plakativ gleich dreimal im Dreierpack serviert, sollen aufrütteln.
Der agrarische Karren, wie unbeweglich steckt er im Ackerboden fest? He-ho, spann den Wagen an, das singen Grüne....
Schuldzuweisungen an "konventionelle Landwirte": Fehlanzeige
Schuldzuweisung an Bauernkammern: Fehlanzeige
Schuldzuweisung an viele kluge türkise Agarpolitiker: Fehlanzeige
"Schuld"zuweisung an das System der industriealisierten Landwirtschaft: Volltreffer
Erfahrungen im Systemvergleich Bio vs Konventionell sind aufschlußreich, Bezug Rusch/Bodenfruchtbarkeit, Literaturangaben dazu weit über hundert.
Vorab eine Info: Stickstoffgehalt im Boden ist eine Variable.
Das ist die simple Binsenweisheit biologischer Landwirtschaft.
Der Stickstoffgehalt des Bodens, im Februar gemessen, ist meist gering, später kann er sehr hoch werden.
Er ändert sich ohne Handesdüngerzugabe, abhängig von Bodenleben, Temperatur und  der biochemischen Qualität des Bodens, sprich seiner Lebendigkeit.
Diese ist per Chromas empirisch erfaßbar und erinnert an die Iris im Auge der Menschen. Jedes ist Unikat.
Worauf deuten die Erfahrungwerte der Praktiker im biologischen Landbau hin, verglichen mit konventioneller Bewirtschaftung, alles sachlich kritisch betrachtet? Natur ist unpolitisch, Ideologien sind ihr wurscht, sie folgt immer einem faszinierend sinnvollen Plan, kennt  beispielsweise keine Energieverschwendung und standardisierte Vereinheitlichung, denn sie ist Vielfalt. Vor allem widerspricht ihr evolutionäres Modell dem materialistischen Utilitätsprinzip des 19. Jahrhunderts, "Rückgewandtheit" in Reinkultur, wenn man es heute noch vertritt und es so will.
Wollen alle?
Konventionelle Ansätze, Erfahrungswerte
Gefahr der Unter- oder Überdosierung bei Düngung leicht möglich.
Auswaschung Richtung Gewässer mit  fataler Algendüngung als Folge, killt im schlimmsten Fall das Leben im Bach, Fluß und Teich, wenn bei starker Algenvermehrung das Wasser "kippt", infolge des ausgelösten Sauerstoffmangels. Hypertrophy!
Wie "riechen" Bäche in Gegenden mit intensiver Landwirtschaft?
Biodiversität`?
Da schaut es eher schlecht aus.
Bei konventioneller Düngung nehmen erahrungsgemäß Schädlings und Krankheitsbefall zu, biologische Qualitätskriterien schwinden. Aufwand für Bodenarbeitsleitung steigt an, ebenso für für Pflanzenschutz mit zunehmender Toxierung von Boden und Nahrung.
Rentabilitätsfragen im Spannungsfeld Tier Mensch stellen sich.
Humuswirtschaft im Vergleich, Erfahrungswerte.
Überdosierung nicht gegeben.
Bodengare stabilisiert sich.
Keine Oberflächenverdichtung, der Boden wird lebendverbaut.
Biologische Qualitätsmerkmale verstärken sich nachhaltig.
Humusstabilisierter Ackerboden wirkt wie ein Schwamm, kann 
mechanische Schäden aus Starkregen abmildern.
Humusarmer Boden hingegen wird zum Spielball der Elemente im schlechten Sinn.
Er wird gnadenlos verdichtet, verhärtet, und Starkregen legt sogar Maiswurzen frei, siehe Fotoserie. Werden unsere waldviertler Maisfelder bald an Mini-Mangrovenwälder mit "Luftwurzeln" erinnern?
Erosion, Verschlämmung, Bodentourismus?
Wann wird "Boden" als "nur" fragiles Haltegerüst ausgedient haben?
Beim vorletzten Foto stellt sich die Frage, ob es sich um ein Distelfeld , ein Haferfeld, eine Brachfläche oder einen Wildacker handelt, oder darf der Boden dort  laissez fair spielen, was länger gesehen Richtung Selbstheilung ginge, wenn nur die Zeit nicht wär.
Was wäre wenn?
Wenn keine Agrarchemie mehr eingesetzt würde, sähen dann alle Äcker in einer Postglyphosat-Ära so aus....?
Die aktuellen Wetterkatastrophen zeigen, wie wenig
Wasser ein verdichteter, verhärteter  Boden tatsächlich speichern kann.
Was speichern zubetonierte Städte auf Asphaltflächen und Hausdächern?
Der Klimaexperte und langjährige Chef der Zentralanstalt Meteorologie, Michal Staudinger, regt im Interview  am 19.Juli in einer großen Tageszeitung "Schwammstädte" an.
Er will Dachflächen in Großstädte wasserspeicherfähig machen und
spricht dabei von Humus. Wer in Wien wohnt, und auf seinem kleinen Balkon Garten spielt, ist heute Pionier.
Der angedachte Zwischenspeicher für Wasser wäre ein Segen.
Saure Wiesen mit Wollgräsern als eiszeitlichem Relikt im Bezirk Waidhofen, wo sind sie geblieben...?
Auch Flußauen waren auch einst Hochwasservorsorgegebiete.
Wie viele davon gibt es noch? Wo sind große landwirtschaftliche Retentionsräume, auf ihre Wichtigkeit weist Staudinger hin.
Darunter versteht man auch Wasserrückhaltungspotential, das immer wichtiger wird, weil es fehlt.
Zur Glyphosatdiskussion und Forderungen nach Verbot aller toxischen Agrarchemie?
Würde auf alle Agrarchemie verzicht, wären massive Ernteausfälle die Folge, Preissteigerungen, Arbeitslosigkeit, weniger Steuereinnahmen. Viele Konzerne sind global tätig, ihr Umsatz oft höher als das Budget "armer" Länder.
Sie machen Milliardenumsätzen und zahlen entsprechend Steuern.
Umstellung,- auf Zeit spielen,- wieder ein Problem, weil die Zeit davonläuft.
Was der Mensch sät, das wird er ernten.
Dieser Spruch aus  der Bibel, Hausnummer Galater 6,6-10, kann wie ein Gesetz wirken: denkbar ist es in zweierlei Richtungen.
"Säen wir Gutes, kommt Gutes zurück.
Säen wir Schlechtes,  kommt Schlechtes zurück."
Der Spruch ist  heute genauso  topaktuell wie zur Zeit Christi, viele Bücher sind dazu erschienen und erörtern diese zeitlose Botschaft...
Das letzte Foto ist positiv.
Es zeigt eine aufblühende Sonnenblume mit geflügelten Blattläusen, von einer Ameise abgemolken.
Na und..?

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