1.200 Personen ohne Job: Zahl der Langzeitarbeitslosen wird steigen

WAIDHOFEN. Ende Jänner 2015 waren beim Arbeitsmarktservice Waidhofen/Thaya insgesamt 1.200 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 82 Betroffene mehr als im Vormonat und um 121 (od. 11,2 %) mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

„Die Arbeitslosigkeit hat sich sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres erhöht. 402 vorgemerkte Frauen bedeuten ein Plus von 44, 798 Männer ein Plus von 77. Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt 161 gesunken“, berichtet Edith Zach, Geschäftsstellenleiterin des AMS Waidhofen.

Weniger offene Stellen

62 offene Stellen (davon 34 sofort verfügbar) waren Ende Jänner beim AMS Waidhofen/Thaya gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Minus von 20 Stellen. Den 9 Lehrstellensuchenden stehen 77 offene Lehrstellen (alle nicht sofort verfügbar) zur Verfügung.

Ein Ausblick auf das Jahr 2015

Große AMS-KundInnengruppe: „Golden Ager“ & gesundheitliches Handicap
Das Pensionsalter wird – gesellschaftlich gewünscht und gesetzlich geregelt – weiter steigen und dadurch auch die Zahl der arbeitslosen Personen im Alter ab 50 Jahren, die, einmal aus dem Erwerbssystem herausgefallen, wieder eine neue Beschäftigung anstreben. Hand in Hand mit dieser Entwicklung, inklusive eines verschärften Zugangs zur Invaliditätspension, nimmt die Zahl der Jobsuchenden mit gesundheitlichen Einschränkungen zu.

Konkurrenzdruck: Langzeitarbeitslosigkeit steigt

Bei maximal mäßigem Wirtschaftswachstum bleibt auch der Zuwachs an neuen Jobs in den Betrieben gedämpft, vor allem im Segment der einfachen Tätigkeiten. Personen mit geringer Qualifikation laufen daher Gefahr, von der Arbeits- in der Langzeitarbeitslosigkeit zu schlittern. Generell wird der Anteil der Personen, die bereits zwölf Monate und länger auf Jobsuche sind, aufgrund des Konkurrenzdrucks am Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren weiter steigen.

"Müssen dauerhafte Ausgrenzung verhindern"

Vor dem Hintergrund einer schwierigen Arbeitsmarktentwicklung und eines klaren Ressourcenrahmens steht das AMS vor einem herausfordernden Arbeitsjahr 2015. „Verhinderung von dauerhafter Ausgrenzung aus dem Arbeitsmarkt ist ein Schwerpunkt. Weiters gilt es, unseren Einschaltgrad am Stellenmarkt gerade in Zeiten schwacher Arbeitskräftenachfrage auszubauen“, so die Geschäftsstellenleiterin des AMS Waidhofen.

„Die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen werden in Zukunft nicht im gleichen Umfang wie die gestellten Anforderungen wachsen. Daher ist ein zielgerichteter Personaleinsatz ein wichtiges Thema, das uns beschäftigt“, stellt Zach klar. Und weiter: „Da wir im kommenden Jahr und darüber hinaus immer mehr Jobsuchende betreuen werden, müssen wir beim Einsatz der budgetären Mittel im Bereich der aktiven Arbeitsmarktförderung klare Prioritäten setzen. Es wird daher vorkommen, dass wir durchaus berechtigte Anliegen, die an uns herangetragen werden, nicht oder nur bedingt umsetzen können.“:

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