Lehre 2018
Bezirk Waidhofen: Lehrlinge sind gefragt wie nie

AMS Geschäftsstellenleiterin Edith Zach: "Ich würde auch nicht von einer Lehre zum Goldschmied abraten".
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Betriebe suchen aktuell mehr Lehrlinge als je zuvor - und freuen sich über jeden Bewerber. Das hat mehrere Gründe.

WAIDHOFEN. Das Bild der Lehre hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Heute spricht man von hochspezialisierten Fachkräften und wer seine Ausbildung abschließt, hat beste Jobchancen. Dazu kommt ein weiterer Faktor: Junge Schulabgänger können sich heute ihren Traumberuf - anders als noch vor einigen Jahren - (fast) frei aussuchen.

Das hat vor allem demografische Gründe: Geburtenschwache Jahrgänge und die Nachwirkungen der vergangenen Abwanderungswelle schlagen sich auch auf die Zahl der angehenden Lehrlinge nieder. Das führt auch dazu, dass weiterführende Schulen aktiv um Schüler werben und ein Konkurrenzkampf zwischen Lehre und Schulen ausgebrochen ist.

Was die Unternehmen unter dem Fachkräftemangel stöhnen lässt, hat für angehende Lehrlinge handfeste Vorteile, wie AMS-Leiterin Edith Zach im Gespräch mit den Bezirksblättern bestätigt. Denn: Junge Menschen können sich ihren Traumberuf - mit Einschränkungen - aussuchen. "Früher haben sich die Unternehmen gegenseitig die Fachkräfte abgeworben, aber auch da wird es mittlerweile eng."

Längst sind nicht nur Berufe der großen Industriebetriebe gefragt. "Bäcker, Gastronomen, Installateure, Elektriker, Maler - da gibt es starken Bedarf", so Zach. Hieß es vor einigen Jahren noch Burschen sollten nicht den Mechanikerberuf anstreben, weil es einfach zu viele Lehrlinge gab, ist dem heute längst nicht mehr so. "KFZ-Techniker sind heute ebenso gefragt, wobei hier die Vorstellungen oft falsch sind. Denn auch hier findet die Arbeit heute zu einem guten Teil am Computer statt".

Einzige Einschränkung: Bürojobs

Ob es exotische Beruf gibt, von denen Zach abraten würde? "Nein, ich würde auch nicht von einer Ausbildung zum Goldschmied abraten", lacht die AMS-Leiterin. Eine Einschränkung gibt es aber: "Klassische Bürotätigkeiten werden durch die weiterführenden Schulen gut abgedeckt, da würde ich keine Lehre anstreben". Bei all der Wahlfreiheit ist es aber trotzdem sinnvoll sich am Bedarf der Unternehmen in der Region zu orientieren, bevor man seinen Lehrberuf wählt.

Grundsätzlich der Tipp des AMS: Im Berufsinfozentrum in Waidhofen können junge Menschen ihre beruflichen Vorlieben austesten lassen und erhalten konkrete Vorschläge für ihre Karriere. Wer sich danach immer noch nicht sicher ist, für den vermittelt man beim Arbeitsmarktservice gerne Schnuppertage in den Lehrbetrieben des Bezirks.

Autor:

Peter Zellinger aus Waidhofen/Thaya

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