Husky schließt Werk in Waidhofen

Das Husky-Werk in Waidhofen wird mit 31. Dezember geschlossen.
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  • Foto: KTW
  • hochgeladen von Peter Zellinger

196 Mitarbeiter verlieren in drei Wellen bis Jahresende ihren Job

WAIDHOFEN. Ein schwerer Schlag für den Betriebsstandort Waidhofen: Eines der größten Industrieunternehmen der Region schließt mit 31. Dezember. 196 von rund 240 Mitarbeitern sind betroffen. Übrig soll ein Service-Werk mit einer Rumpfbelegschaft bleiben. Dieses wird von Luxemburg aus betreut.

Tumultartige Szenen spielten sich am Donnerstagvormittag in der Brunnerstraße in Waidhofen ab. Im Werk der Husky-KTW wurden die Mitarbeiter von der bevorstehenden Schließung des Werkes informiert. Damit bestätigten sich die schon länger umlaufenden Gerüchte. In drei Etappen werden 196 Mitarbeiter gekündigt, mit der ersten Welle wird so bald als möglich begonnen, bevor bis Jahresende nur noch eine Art Rumpf-Werk übrig bleibt. Hier sollen noch Serviceverträge erfüllt werden - als Satellit des Hauptwerks in Luxemburg. Die Maschinen werden ins Hauptwerk nach Bolton, Kanada, Tschechien oder nach Luxemburg überstellt.

"So etwas Kaltes habe ich noch nicht erlebt", so ein Teilnehmer. "Den Mitarbeitern wurde der Kündigungs-Plan einfach vorgelesen, Fragen waren nicht erwünscht." Ein Personalvertreter erzürnt: "Das Werk wird geschlossen, obwohl das Unternehmen in Österreich Millionengewinne schreibt".

Vor sieben Jahren übernahm der kanadische Konzern das Werk der KTW in Waidhofen. Hauptprodukt sind Spritzgusserzeugnisse. Die Verhandlungen über einen Sozialplan und eine mögliche Arbeitsstiftung laufen.

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