Test-Fuchs: Neue Entwicklung für Flieger schont die Umwelt

Markus Nagl, Franz Berka und Michael Danninger von der Firma Test-Fuchs aus Groß Siegharts freuen sich über den Gesamtsieg.
  • Markus Nagl, Franz Berka und Michael Danninger von der Firma Test-Fuchs aus Groß Siegharts freuen sich über den Gesamtsieg.
  • Foto: Andreas Kraus
  • hochgeladen von Peter Zellinger

Der „Karl Ritter von Ghega-Preis“ ist die wichtigste Auszeichnung für Innovationsprojekte von NÖ Unternehmen sowie für innovative Entwicklungen von NÖ Forschungseinrichtungen. Der heurige Sieger des Preises, der heuer zum 30. Mal vergeben wurde, ist das Unternehmen Test-Fuchs GmbH aus Groß Siegharts mit ihrem Projekt „Umweltfreundliche Luftfahrtechnik - Water Separation System“.

Spart Kosten und Ressourcen

Test-Fuchs, eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich von Testsystemen für Luft- und Raumfahrt, entwickelte ein neues Gerät zur Entfeuchtung der Hydraulikfüssigkeit in Verkehrsflugzeugen. Damit entfällt der regelmäßig notwendige und sehr aufwändige Austausch dieser beträchtlichen Ölmenge. Das spart Kosten und schont wertvolle Ressourcen.

Global sind derzeit etwa 15.000 zivile Verkehrsflugzeuge im Einsatz. Bis 2035 wird sich diese Anzahl nochmals verdoppeln. Zivile Verkehrsflugzeuge verwenden aus Brandschutzgründen kein herkömmliches Hydrauliköl, sondern Skydrol. 

Innovation bringt Staatspreis-Nominierung

Diese Flüssigkeit muss in der Regel ca. alle zwei Jahre gewechselt werden. Jeder Flieger hat etwa 200 Liter Skydrol an Bord. Feuchtes Skydrol schädigt vor allem unter höheren Temperaturen die Komponenten im Ölkreislauf. Um das zu verhindern, müssen Verkehrsflugzeuge regelmäßig überprüft werden. Dazu werden Proben entnommen und im Labor auf den Wassergehalt getestet. Ist das Öl zu feucht, muss es in einem aufwändigen Prozess getauscht werden.

Test-Fuchs hat dieses Problem erkannt und ein einfach zu bedienendes Gerät entwickelt, mit dessen Hilfe die Flugzeughydraulik "on-Aircraft" entfeuchtet werden kann. Das Gerät wird zwischen Flugzeug und Hydraulik-Bodenversorgung geschaltet, entnimmt dort das Medium und führt es anschließend wieder zurück. Das Projekt wurde auch für den Österreichischen Staatspreis nominiert.

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