23.11.2016, 10:41 Uhr

Klinikum rüstet sich für Ernstfälle

Gut is gangen: Gemeinsam mit Polizei, Rettung und Feuerwehr übten die Klinikum-Mitarbeiter eine Reihe von Notfällen. (Foto: LK Holding)

Rauferei mit Schusswaffe, Stromausfall, Brandalarm und viele Schwerverletzte: verschiedene Ausnahmesituationen wurden geübt

WAIDHOFEN. Im Landesklinikum Waidhofen/Thaya bereitet man sich auf Ernstfälle und Krisen vor, die nicht dem Klinik-Alltag entsprechen.

Stromausfall, Rauferei, Schusswaffen

Der praktische Teil umfasste einen regionalen Stromausfall, Brandalarme im Haus, die Einlieferung mehrerer teils schwer verletzter Personen, Raufhandel mit Schusswaffe, die Übernahme von Patientinnen und Patienten aus dem Landespflegeheim sowie aus dem Universitätsklinikum Krems. Parallel dazu musste natürlich die Angehörigen- und Medienbetreuung sichergestellt werden, zusätzliches Personal lukriert und Ruhemöglichkeiten für diensthabende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen werden.

Im Rahmen der Übung probten die Beteiligten des Krisenstab-Teams sämtliche organisatorischen Abläufe, die im Zuge einer Krise notwendig sind. Neben der Patientenversorgung und Sicherstellung des Personalbedarfs spielen auch ein exakter Informationsfluss und die korrekte Dokumentation der getroffenen Entscheidungen eine große Rolle.

Als externe Teilnehmer standen Vertreter der Bezirkshauptmannschaft, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienststelle zur Seite.

Die Wichtigkeit solch einer Krisenstabsschulung sieht auch der kfm. Standortleiter Robert Zeindl: „Die Stärke des Krisenstabs ist ihre multiprofessionelle Zusammensetzung und die Teamfähigkeit, gemeinsam unter erschwerten Bedingungen rasch zu Handlungsalternativen zu gelangen und so die richtigen Entscheidungen zum Wohle der Patientinnen und Patienten, der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber auch für die regionale Bevölkerung zu treffen. Situationen die nicht unbedingt dem Klinikalltag entsprechen sind zu meistern, in der Priorisierung und Konzentration auf das Wesentliche liegt der Erfolg.
Man lernt erst in solchen Übungen den Wert unserer als selbstverständlich und nur mehr unterschwellig wahrgenommenen Ressourcen und Infrastruktur zu schätzen, nämlich dann, wenn die Systeme ausfallen, wie z.B. unsere Kommunikationswege oder die Stromversorgung. Erfolgreiches Zusammenspiel von Behörden, Einsatzorganisationen und dem Klinikum sind Voraussetzung. Ich bin dankbar, dass wir die Möglichkeit hatten, all diese Prämissen zu trainieren, die Zahl der engagierten Teilnehmer hat mir gezeigt, dass dieses Thema keinen unberührt lässt.“
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