13.06.2018, 11:58 Uhr

LKW stürzt während Unwetter von Brücke in die Thaya

Der Lkw durchbrach das Geländer der Brücke und blieb in der Thaya stehen. (Foto: BFK Waidhofen a. d. Thaya / Stefan Mayer)

Dramatische Rettungsaktion in Dobersberg: Holztransporter stürzte in den Fluss. Fahrer in der Kabine eingeschlossen.

BEZIRK WAIDHOFEN/DOBERSBERG. Eine heftige Gewitterfront mit Starkregen überquerte am Dienstagabend um 18:30 Uhr den Bezirk Waidhofen an der Thaya. Es kam zu überfluteten Straßen und Unwetterschäden und einem dramatischen Zwischenfall bei der Schellingsbrücke.

Gegen 19:15 Uhr erreichte die Alarmzentrale eine dramatische Notrufmeldung über einen LKW-Absturz in die Thaya. 

Ein 39-jähriger Kroate fuhr auf der B36 mit einem unbeladenen Holztransporter von Merkengersch Richtung Dobersberg. In einer Linkskurve kam das Schwerfahrzeug ins Schleudern, der Anhänger schlitterte zuerst in den rechten Straßengraben, bevor das gesamte Gespann auf der Schellingsbrücke das Brückengeländer durchbrach und in den Thayafluss stürzte.

Notärztin wurde zum Verletzten getragen

Das Zugfahrzeug und der Anhänger kamen in der Flußmitte auf den Rädern zum Stehen, der Fahrer wurde in der Kabine eingeschlossen und verletzt. Feuerwehrleute mussten durch die Thaya zum eingeschlossenen Fahrer vordringen und übernahmen die Erstversorgung.

Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte starker Niederschlag. Da sich der Gesundheitszustand des Fahrers weiter verschlechterte, wurde die Notärztin von einem Feuerwehrmitglied durch die Thaya zum LKW getragen. Nach der medizinischen Versorgung konnte der Mann aus dem Fahrzeug gerettet und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Durch den Absturz wurde der Treibstofftank des LKW aufgerissen und Diesel trat in die Thaya aus. Zeitgleich zur Menschenrettung errichteten die Einsatzkräfte der Feuerwehr eine provisorische Ölsperre mit einem mit Luft gefüllten Feuerwehrschlauch.

Schadstoffspezialisten aus mehreren Feuerwehren im Bezirk wurden angefordert um Ölsperren auf der Thaya zu errichten. Flussabwärts errichteten die Schadstoffeinheiten zwei Ölsperren um den ausgelaufenen Diesel wieder aufzufangen. Die Ölsperren zeigten wenig später ihre Wirkung und ein größerer Umweltschaden konnte dadurch verhindert werden.

Zur Bergung des Holztransporters wurde am späten Abend ein Bagger einer Baufirma angefordert. Die Böschung am Flussufer musste abgegraben werden, damit das Schwerfahrzeug aus dem Flussbett gezogen werden konnte. Mit dem Rüstfahrzeug der Feuerwehr Dobersberg und dem Bagger konnte der LKW geborgen werden. Die Schadstoffeinheiten pumpten den restlichen Kraftstoff ab.

Kurz vor Mitternacht konnten die neun eingesetzten Feuerwehren mit 118 Mitgliedern die Einsätze beenden.
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