03.10.2017, 13:24 Uhr

Psychiatrie: Kürzere Wartezeiten, Patienten können öfter nach Hause

Primar Fritz Riffer: "Wir können nun dem oft gehegten Wunsch der Patienten während der Behandlung zu Hause nächtigen zu dürfen, viel häufiger nachkommen." (Foto: Foto: LK Holding)
WAIDHOFEN. Die seit 18 Jahren im Krankenhaus Waidhofen bestehende Abteilung, die schon bisher mit der Möglichkeit der Mutter-Kind-Behandlung und der Anwendung der EKT (Elektrokonvulsionstherapie) österreichweit zu den führenden psychiatrischen Abteilungen zählt, setzt den nächsten Meilenstein.

Die Tagesklinik wird, bei gleichbleibender Zahl von 55 Behandlungsplätzen an der Abteilung, erweitert. In Zukunft haben noch mehr Patienten die Möglichkeit, auch während der Behandlung zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung Zeit zu verbringen und auch zu nächtigen.

Kürzere Wartezeiten

„Wir können damit die derzeit sehr lange Wartezeit auf einen Behandlungsplatz deutlich verkürzen und den oft gehegten Wunsch der Patienten während der Behandlung zu Hause nächtigen zu dürfen, viel häufiger nachkommen“, freut sich Primar Fritz Riffer.Es gelingt damit auch, den im Psychiatrieplan vorgegebenen Grundsatz teilstationär vor stationär für das Waldviertel vollinhaltlich umzusetzen.


Als weiteren Modernisierungsschritt wird zeitgleich neben dem bestehenden ärztlichen ein pflegerischer Beratungsdienst für psychisch Kranke, die wegen einer körperlichen Erkrankung in Waidhofen/Thaya stationär behandelt werden, seine Arbeit aufnehmen.
„Mit der Einführung dieses Beratungsdienstes sind wir wiederum eine der ersten in Österreich, die Ihr Wissen organisiert über die Abteilung hinaus, im Dienste der Patienten, Angehörigen und Kollegen zur Verfügung stellen“, resümiert Riffer.

„Unser Ziel ist es, den Niederösterreichern die bestmögliche medizinische und pflegerische Behandlung anzubieten. Die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen erfolgt hier im Landesklinikum Waidhofen bereits seit vielen Jahren auf höchstem Niveau“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.
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