31.01.2012, 00:00 Uhr

Über 400 Straftaten geklärt

60 Prozent aller Straftaten werden im Bezirk aufgeklärt. Ein Spitzenwert in Österreich.

BEZIRK (pez). Fast 90.000 Euro Schaden, weit über 100 Delikte - vom gesprengten Münzfach einer Telefonzelle bis zu herausgerissenen Stromkabeln auf einer Baustelle in der Innenstadt - konnten die Polizeibeamten in Waidhofen als einen der größten Fälle der jüngeren Vergangenheit aufklären. Aber nicht nur das: Insgesamt freuen sich die Polizeibeamten im Bezirk über Zahlen, von denen man anderswo nur träumen kann. Verbrechen lohnt sich nicht, vor allem nicht im Bezirk Waidhofen, wo Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter Erwin Dangl auf eine Aufklärungsquote von 60 Prozent verweisen kann. Zum Vergleich: Österreichweit sind es nur knapp über 40 Prozent. In 672 strafrechtlich relevanten Delikten hat die Polizei 2011 ermittelt. Vor allem Gewalttäter sind im Bezirk beinahe ohne Chance: 86 Prozent der Fälle wurden geklärt. „Das liegt vor allem daran, dass wir vor Ort die Menschen noch kennen“, so Dangl im Gespräch mit den Bezirksblättern. Potentielle Täter sind meist schon bekannt und können im Ernstfall relativ rasch ausgeforscht werden.

Organisierte Ost-Banden
Leicht steigend sind dagegen die Vermögensdelikte wie etwa die Zahl der Einbrüche. Hier machen vor allem professionell organisierte Banden aus dem Osten, die hauptsächlich im Grenzgebiet ihr Unwesen treiben, den Beamten das Leben schwer. Hier setzt man bei der Polizei auf Zusammenarbeit mit den tschechischen Kollegen. Man gibt sich gegenseitig Hinweise, geht gemeinsam auf Streife und trifft sich regelmäßig mit den Nachbarn. Auch bei Schwerverkehrskontrollen hat man gerne tschechische Beamte mit dabei, weil die Sprachbarrieren zu den meist aus dem Osten stammenden LKW-Fahrern nicht allzu groß sind.

Diebstahl verlagert sich ins Netz
Eine rapide Steigerung gibt es bei der Kriminalität im Internet. Bestell- und Kreditkartenbetrug nehmen stark zu, vor allem, weil die oft ausländischen Täter oft durch bürokratische Hürden straffrei ausgehen. „Der klassische Diebstahl geht zurück, er verlagert sich ins Netz“, erklärt der stellvertretende Polizeichef.
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