03.09.2014, 00:00 Uhr

Vor 100 Jahren: Das Waidhofner Amtsblatt

Am 3. September 1914 schrieb das Amtsblatt der k. k. Bezirkshauptmannschaft Waidhofen/Thaya

Offenbar gab es Schwierigkeiten bei der Zustellung der Feldpost aus dem Bezirk. Ein veröffentlichtes Beispiel der Gemeinden und Behörden sorgte für Verwirrung bei den Angehörigen der Soldaten.

Schlechte Adressierung von Feldpostsendungen. In der zu Beginn der Mobilisierung bei allen politischen und Gemeindebehörden angeschlagenen den Feldpostverkehr betreffenden Kundmachungen, erscheint nachfolgendes als BEISPIEL für die Adressierungen von Feldpostsendungen angeführt:

Beispiel!
An Korporal Karl Schneider
Infanterieregiment 4
12. Kompagnie
Feldpostamt 65.

Schon aus der Überschrift "Beispiel" und der Anführung eines fingierten Adreßnamens geht hervor, daß auch die Anführung "Feldpostamt 65" ebenfalls nur als Beispiel zu nehmen ist.

Nichts destoweniger haben zahlreiche Absender von Feldpostsendungen, diese an das Feldpostamt 65 adressiert, offenbar in der ganz irrigen Meinung, daß ALLE Feldpostsendungen an das Feldpostamt 65 zu leiten sind. Das ist ganz falsch. Die Feldpostsendungen sind vielmehr mit jener Nummer des Feldpostamtes zu adressieren, welche die Personen der Armee im Felde ihren Angehörigen in der Heimat zugesendet haben. Jeder Soldat bekommt zu diesem Zwecke von seinem Kommando mehrere Feldpostadreßformulare, auf welche er auch die Nummer jenes Feldpostamtes aufzuschreiben hat, an welches er gewiesen ist. Nur jene Sendungen können den bei der Armee im Felde befindlichen Personen zukommen, welche diese vom Adressaten selbst bekanntgegebene Feldpostnummer tragen.
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