10.09.2014, 13:34 Uhr

Waidhofner Kinder als Verkehrspolizisten

Dem scharfen Auge der beiden Schüler Sabine Altrichter und Luca Kastner (vorne), Lehrerin Melitta Biedermann und Gruppeninspektor Martin Fida entging auch die Fahrschule nicht. Fahrlehrer Martin Reuberger und Lenkerin Denise Bichl hatten aber nichts zu befürchten: Sie waren mit vorbildlichen 27 km/h unterwegs. Dafür gab's einen Apfel und eine Urkunde.

Apfel für die Braven, Zitrone für die Schnellen: Waidhofner Volksschüler machen die Gymnasiumstraße sicherer und lernen dabei.

WAIDHOFEN. Die Gymnasiumstraße ist schnurgerade, und wenn nicht gerade Stoßzeit herrscht, auch nicht allzu stark befahren. Das lädt natürlich manche Autofahrer ein, es mit der 30er-Zone nicht so genau zu nehmen und etwas kräftiger aufs Gas zu drücken. Genau um dieses Problem haben sich die Kinder der Volksschule gemeinsam mit ihren Lehrern und der Polizeiinspektion Waidhofen gekümmert. Die Schüler betätigten sich nämlich selbst als Verkehrspolizisten und verteilten Äpfel für die "braven" Autofahrer, sowie Zitronen an jene, die etwas zu schnell unterwegs waren. Dazu durften die Kids selbst die Geschwindigkeit der passierenden Autos messen.

Gruppeninspektor Martin Fida von der Polizeiinspektion Waidhofen überprüfte das Ergebnis dann noch einmal und winkte die Autofahrer heraus. Dann gab es entsprechend Äpfel und Zitronen. Die besonders umsichtigen Autofahrer erhielten von den Kindern auch noch selbst gemalte Urkunden. "Es geht darum, dass die Kinder lernen die Geschwindigkeit und den Bremsweg von Autos einzuschätzen", erklärt Lehrerin Melitta Biedermann. Den Kindern machte es sichtlich Spaß: Nicht nur durften sie Autofahrer interviewen, sondern hielten auch akribisch ihre Messergebnisse fest. Offensichtlich hat es gewirkt: An diesem Tag wurden deutlich mehr Äpfel als Zitronen verteilt.
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