06.10.2017, 08:45 Uhr

Groiß: "Im Waldviertel sind 1.500 weitere Arbeitsplätze möglich"

Werner Groiß möchte Behörden und Betriebe ins Waldviertel locken - dazu setzt er unter anderem auf die Waldviertel-Autobahn. (Foto: Monihart)

Waldviertel-Autobahn und Breitband: ÖVP-Politiker will Behörden-Arbeitsplätze ins Waldviertel holen und die Infrastruktur ausbauen.

WALDVIERTEL. Im Waldviertel sieht Nationalrat Werner Groiß großes wirtschaftliches Potential: „Im Waldviertel könnten mittelfristig 1500 Arbeitsplätze entstehen, wenn wir zwei Maßnahmen forcieren: Die Ansiedelung von Bundes- und Landesbehörden und den Ausbau von Infrastruktur und somit die Ansiedelung von Leitbetrieben.“

Autobahn: Schon die Diskussion hilft

Konkret setzt der Waldviertel-Abgeordnete auf den Bau der Waldviertel-Autobahn und den Ausbau von Breitband-Internet: „Wir haben besonders im Norden viele exportorientierte Betriebe. Wenn wir dir Achse zum Zentralraum und zu Wien stärken, könnten wir weitere Leitbetriebe ansiedeln. Alleine durch die ausgelöste Diskussion planen einige unserer Betriebe bereits, ihre Standorte auszubauen. Dadurch könnten mittelfristig bis zu 1000 Arbeitsplätze entstehen.“

Auch die Ansiedelung von Bundes- und Landesbehörden will Groiß vorantreiben: „Justiz, Verwaltung, Verteidigung und Finanz bringen Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Durch ein starkes Breitband-Internet wäre es egal, wo Beamte und Verwaltungsbedienstete ihre Arbeit verrichten. Damit ließen sich auch Lebensqualität im Waldviertel mit dem Arbeitsort verbinden.“ Auch den Standort Allentsteig will Groiß stärken: „Wenn wir drei bis vier Behördenstandorte ins Waldviertel bringen, könnten wir mit rund 500 Arbeitsplätzen rechnen. Und das nicht nur durch die Institutionen selbst, viele Betriebe in der Umgebung würden profitieren.“

Für Groiß gilt aber: „Wer Arbeitsplätze sagt, muss auch Kinderbetreuung mitplanen.“ Die will der zweifache Familienvater in der gesamten Region ausbauen. Auch die Schulstandorte will der Steuerberater- und Wirtschaftsprüfer stärken: „Wir müssen die Inhalte, die die Schulen vermitteln, mit dem Bedarf der Wirtschaft verknüpfen, damit die Betriebe auch die entsprechenden Fachkräfte finden.“

Seit 2013 hat der Waldviertel-Mandatar 16 Gesetzes- und Abänderungsanträge im Parlament eingebracht und durchgesetzt, er bilanziert: „Wir müssen das Potenzial des Waldviertels voll ausschöpfen, ich möchte meinen eingeschlagenen Kurs auch nach der Wahl fortsetzen.“

Die ÖVP im Waldviertel hat derzeit drei Mandatare: Martina Diesner-Wais und Angela Fichtinger sind bei der Wahl 2013 direkt in den Nationalrat eingezogen, Werner Groiß über die Landesliste.

Bei der Wahl 2017 kann Groiß auf dieses Landeslisten-Mandat nicht mehr bauen, er muss ein Direktmandat über Vorzugsstimmen schaffen: Werner Groiß ist dieses Mal auf Platz 13 der Landesliste gereiht.

Der Waldviertel-Mandatar Werner Groiß zieht eine positive Bilanz über seine Arbeit in den vergangenen vier Jahren: 16 Gesetzesanträge und Abänderungsanträge hat er eingebracht und durchgesetzt, fünf schriftliche und vier mündliche Anfragen an das Parlament.
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Karl Maurer aus Krems | 06.10.2017 | 14:02   Melden
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Karl Maurer aus Krems | 07.10.2017 | 15:03   Melden
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