08.10.2014, 11:51 Uhr

Kurz, aber heftig: Parteien setzen auf Blitz-Wahlkampf

Anette Töpfl (ÖVP) startet erst nach Weihnachten in den Wahlkampf. (Foto: privat)

Wahl-Scharmützel wird es erst nach Weihnachten geben. Erste Wahlkampftöne gibt es in der Bezirkshauptstadt.

BEZIRK. Die Gemeinderatswahl am 25. Jänner bringt die Ortsparteien im Bezirk ganz gewaltig ins Schwitzen. Denn: Eigentlich hat man mit einem Wahltermin im März gerechnet - genügend Zeit zur Vorbereitung im neuen Jahr. Das ist jetzt anders: Bis 17. Dezember müssen die Listen erstellt sein. In Zeiten des mangelnden Politik-Nachwuchses keine leichte Aufgabe. Für die Bezirksgeschäftsführerin der ÖVP Anette Töpfl hat der frühe Wahltermin aber auch Vorteile, wie sie gegenüber den Bezirksblättern erklärt. "Für uns beginnt der Wahlkampf am 6. Jänner", so Töpfl - also zweieinhalb Wochen vor dem Wahltermin. Einen Wahlkampf davor hält die ÖVP-Geschäftsführerin für wenig sinnvoll: "Die Leute wollen Weihnachten genießen. Deshalb gibt es einen kurzen Wahlkampf und danach wird gleich wieder weitergearbeitet", so Töpfl.

Bei der SPÖ ist man früher dran: Der offizielle Wahlkampftauftakt findet schon Mitte November statt, aber die heiße Phase wird ebenfalls erst im Jänner stattfinden. "Unser Wahlkampf wird kurz und sparsam. Ich halte nicht viel von derartigen Wahl-Schlachten", erklärt Gerald Matzinger, SP-Bürgermeister von Groß Siegharts und roter Gemeindevertreter.

Gottfried Waldhäusl, Klubobmann der FPÖ Niederösterreich und Bezirksobmann möchte ebenfalls erst nach dem Dreikönigstag in die heiße Phase starten: "Wir wollen den Wahlkampf aus der Weihnachtszeit heraushalten", erklärt Waldhäusl. Eine kleine Einschränkung gibt es: In der Bezirkshauptstadt hat die FPÖ bereits mit ihrem Wahlkampf begonnen. Dort kandidiert Waldhäusl erstmals als Spitzenkandidat. Diese Woche wurde eine Aussendung samt Umfrage an alle Waidhofner Haushalte verschickt - vor allem auf die den Stadtamtsdirektor hat es Waldhäusl abgesehen. Sein Ziel: Er möchte die Absolute der ÖVP brechen. "Sonst wird sich in Waidhofen nie etwas ändern", so Waldhäusl.
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