18.08.2016, 13:24 Uhr

Raabs: Hochwasserschutz wird spätestens 2018 fertig

Landesrat Stephan Pernkopf sowie Lisa und Peter Dyk, die im Zuge des Hochwasserschutzes in ein Wasserkraftwerk investieren.

Millionenschaden soll sich nicht wiederholen. Landesrat Pernkopf lud zum Lokalaugenschein

RAABS. 15 Millionen Euro Schaden verursachten die beiden Flut-Katastrophen in Raabs im Jahr 2002 und 2006 insgesamt. Das soll sich nicht wiederholen, deshalb wird derzeit intensiv am Hochwasserschutz gearbeitet. Landesrat Stephan Pernkopf lud zum Lokalaugenschein vor Ort ein. Zwar war der Bezirk jüngst von Hochwassern verschont, die Ausgangslage ist aber nicht weniger dramatisch, wie der Tornado vom 21. Juli über dem Bezirk bewies.

„Seit dem Jahr 2002 wurden in Niederösterreich rund 485 Hochwasserschutzprojekte mit einem Investitionsvolumen von 790 Millionen Euro umgesetzt. Darunter waren nicht nur der bekannte Donau-Hochwasserschutz in Melk, sondern auch Schutzprojekte beim Kamp in Langenlois, in Grafenwörth, Grafenegg, Gedersdorf und Rohrendorf", führte er weiter aus. Durch diese Maßnahmen seien 255 Gemeinden sicherer gemacht worden.

Der Ausbau gehe unvermindert weiter, aktuell würden 85 Maßnahmen umgesetzt, allein 47 Projekte im oberen Waldviertel, verwies der Landesrat auf das Hochwasserschutzprojekt beim Braunaubach in Schrems, das Rückhaltebecken in Raisdorf etc. Aktuell in Bau seien 13 Projekte wie etwa an der Lainsitz in Gmünd, an der Thaya in Waidhofen, in Raabs, am Braunaubach in Schrems und am Kamp in Gars. Dazu würde noch der Hochwasserschutz Mold und der Hochwasserschutz Gerotten kommen, hob Pernkopf hervor.

In den nächsten Jahren sollen noch 16 weitere Projekte in Angriff genommen werden, erinnerte er an den Mödringbach in Horn, die Rückhaltebecken beim Taxenbach in Gastern und bei Altwaidhofen, die Hochwasserschutzvorhaben in Mold und in Schönfeld und das Rückhaltebecken Sigmundsherberg.

„Insgesamt werden damit 37 Millionen Euro in den Schutz der Ortschaften und ihrer Bevölkerung investiert", so Pernkopf. Dies sei ein gewaltiges Ausbauprogramm, das ideell ohne Alternative sei und sich auch finanziell rechne. Allein hier in Raabs hätten die Hochwasserkatastrophen von 2002 und 2006 einen Schaden von rund 15 Millionen Euro verursacht, demgegenüber stünden Investitionskosten von 3,5 Millionen Euro für das aktuelle Schutzprojekt, rechnete der Landesrat vor.

Bürgermeister Mayer sagte, diese Maßnahme rentiere sich und werde nur durch die Unterstützung der Landesregierung und des Bundes möglich. Ziel sei es, die Bevölkerung durch diese Arbeiten vor Hochwässern zu schützen, so der Bürgermeister. Der Hochwasserschutz in Raabs soll spätestens 2018 fertig sein.
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