15.09.2014, 11:31 Uhr

Verwaltungsgericht lehnt Radweg-Beschwerde ab

Josef Baum gibt nicht auf, notfalls will er in die zweite Instanz gehen. (Foto: Archiv)

Beschwerdeführer gibt aber nicht auf. Radweg soll jetzt rasch gebaut werden

BEZIRK. Wie die Bezirksblätter berichteten hat das Verkehrsforum Waldviertel Beschwerde gegen den Radweg auf der Bahn beim Landesverwaltungsgericht eingelegt. Jetzt wurde diese abgewiesen.

Für Verkehrsforum-Obmann Josef Baum kein Grund zur Sorge: Die Entscheidung sei nicht unerwartet gekommen, berichtet der Ökonom. Trotzdem ist man beim Verkehrsforum zufrieden: "Wer hätte vor einem Jahr darauf gewettet, dass wir das (den Bau des Radweges, Anm.) ein Jahr lang aufhalten", teilte Baum in einer Aussendung mit. Außerdem kündigen die Verkehrs-Aktivisten an, den Rechtsweg voll ausschöpfen zu wollen: "Die Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts bedeutet nicht das Ende des notwendigen Widerstands. Wir können weitere Rechtsmittel einlegen, weiter aufschiebende Wirkung beantragen und werden dies demnächst nach Erwägung aller Argumente bis Mitte Oktober entscheiden."

Gleichzeitig betont Baum gegen die "Entdemokratisierung der Bauordnung" zu kämpfen. Den Vorwurf den Radweg zu blockieren lässt Baum nicht gelten: "Wir würden unsere Energie tatsächlich lieber in andere Dinge stecken als in den Kampf gegen Infrastrukturabbau: zum Beispiel eine Expertise zur besseren Bus-Fahrplankoordinierung."

Baubeginn noch im September

Laut dem Zukunftsraum Thayaland soll mit dem Entscheid des Gerichts unverzüglich mit dem Bau des Radweges begonnen werden - am besten noch Ende September. Bernadette Gundacker startete eine Unterschriftenaktion für den Radweg. Jetzt zieht die Dobersbergerin Bilanz: 4093 Unterstützer haben bereits ihr "Ja" zum Radweg bekundet. Damit hat Gundacker ihr ursprüngliches Ziel - deutlich über 3.000 Unterschriften - mehr als erreicht. Ein erfolgreicher Abschluss: "Ich beende also nun mit Sommerende meine Aktion und möchte mich auf diesem Wege bei allen Befürwortern des Radweges auf den Bahntrassen des Bezirkes ganz herzlich bedanken", so Gundacker gegenüber den Bezirksblättern.
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