09.11.2016, 09:54 Uhr

Union Karate Club: Schwarze Gürtel, Weltmeister und Rekorde

Die neuen Schwarzgurtträger: Werner Koppensteiner (links) und Alexander Würrer (rechts) (Foto: Union Karate Club)

Kampfsport für Jedermann: die Karatekas aus Waidhofen stellen sich vor

Den Union Karate Club Raika Waidhofen/Thaya gibt es schon seit 1982. Momentan ist Karate doch wieder vermehrt in den Medien vertreten, da diese Woche die Karate Weltmeisterschaften über in Linz über die Bühne gingen. Mit einer Bilanz von 1 x Gold, 1 x Silber und 1 x Bronze noch dazu äußerst erfreulich für Österreich. 22 Jahre nach der letzten Goldmedaille gibt es mit Alisa Buchinger wieder eine Weltmeisterin aus Österreich. Der Schwerpunkt des Karate Clubs Waidhofen lag im Jahr 2016 definitiv beim Thema Selbstverteidigung. Wurden in der Vergangenheit alle paar Jahre einmal ein Kurs abgehalten, so waren es 2016 insgesamt neun Stück die von Walter Hofstätter und Rainer Liebscher abgehalten wurde. Grund dafür war die gestiegene Nachfrage.

"Obwohl die Kriminalstatistik keine signifikanten Anstiege bei den Gewaltdelikten zeigt ist das Bedürfnis nach Sicherheit so hoch wie noch nie. In unseren Kursen haben wir Theorie - eben Auszüge aus der Kriminalstatistik, Notwehr- und Waffenrecht - und Praxis vermittelt. Das alles in einer sehr realistischen und praxisnahen Form", so Obmann Rainer Liebscher.

Der Schwerpunkt liegt definitiv beim Breitensport. Von den rund 100 Mitgliedern betreiben nur rund 5 Prozent Wettkampfsport. Die Gruppen gliedern sich in Kinder (ca. 25 Personen), Erwachsene (ca. 50 Personen) und Senioren (ca. 25 Personen). Im Laufe des Vereinslebens konnte der Karate Club Landes-, Staats- und auch Europameister stellen. Im Breitensportprogramm wird auf Koordination, Beweglichkeit, Kräftigung aller Muskelgruppen und natürlich Selbstverteidigung wert gelegt.

Zwei besondere Highlights gab es für den Verein heuer: Nur alle paar Jahre kommt es einmal vor, dass jemand den schwarzen Gürtel erreichen kann. Einerseits bedarf es dafür einer umfangreichen Vorbereitung samt kommissioneller Prüfung und andererseits dauert der Weg dorthin im Schnitt sieben Jahre.

Mit Werner Koppensteiner und Alexander Würrer haben es dieses Jahr gleich zwei Mitglieder geschafft. Werner Koppensteiner hat erst mit 40 Jahren mit dem Karate begonnen und 8 Jahre später die Prüfung erfolgreich absolviert. Alexander Würrer hat zwar schon im Alter von 15 Jahren mit dem Karate begonnen, dann allerdings 17 Jahre Pause eingelegt. Vor einigen Jahren hat Ihn das Interesse wieder gepackt und er hat sich Gürtel um Gürtel nach oben gearbeitet. Mit 41 Jahren hat auch er sein Ziel erreicht. Die Niederösterreichische Prüfungskommission war begeistert von der Leistung der beiden Prüflinge und erstaunt von deren umfangreichen theoretischen Wissen.

Ein weiteres Highlight war der Weltrekordversuch in Tauberbischofsheim in Deutschland anlässlich des „Kata Spezial“. Der Freund der Waidhofener und hochrangige Karateka „Schlatt“, mit dem einige der Vereinsmitglieder schon in Japan waren, hat dieses Trainingslager organisiert. Weit über 1.000 Teilnehmer aus ganz Europa hatten sich eingefunden. Exakt 1.123 von Ihnen nahmen bei einem Weltrekordversuch teil. Es galt das größte Karatetraining weltweit zu veranstalten, was auch gelang. 10 von diesen 1.123 waren aus dem Karate Club.
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