David Schimbäck: Kein Parkett ist zu glatt

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Wie sind Sie zum Turniertanz gekommen?

Wie viele Jugendliche habe auch ich das Tanzen über die Tanzschule kennengelernt, jedoch hat mich die Faszination derart gepackt, dass ich zuerst über den Hobby-Tanzklub in Amstetten nach Linz zu meinem jetzigen Tanzsportklub gekommen bin.
 

Was ist das Besondere am Tanzen?

Das Besondere am Tanzen ist die Verbindung aus Kreativität, Musikalität und Sportlichkeit – eine Mischung, die man in dieser Art und Weise in keiner anderen Sportart ausüben kann.
 

Haben Sie dabei schon Verletzungen davongetragen?

Zum Glück bin ich bis jetzt noch unverletzt geblieben – Tanzen ist ohnehin keine sehr gefährliche Sportart.
 

Wie oft trainieren Sie? Reicht das Tanztraining aus oder trainieren Sie Ihre Fitness auch noch in anderen Sportarten?

Neben unseren mindestens zweistündigen Techniktrainings, die wir wenigstens 5x die Woche abhalten, kommen auch noch spezifisch Kraft-, Ausdauer- und Mentaltraining dazu. Das Tanzen ist eine sehr anspruchsvolle Hochleistungssportart und benötigt ein präzise darauf abgestimmtes Trainingsprogramm, um das Potential in der Turniersituation bestmöglich abrufen zu können.
 

Sind Turniertänzer die besseren Leichtathleten?

Leichtathletik und Turniertanzen verbindet sehr viel, gerade in Bezug auf die körperliche Beanspruchung. Genau das ist der Knackpunkt: Tanzen darf am Turnier nicht wie Anstrengung aussehen – sollte es natürlich auch nicht auf Bällen.
 

Auf welchen Erfolg sind Sie besonders stolz?

Turniererfolge sind nur Momentaufnahmen, deshalb bin ich am meisten über meine tänzerische und mentale Entwicklung über die letzten sieben Jahre stolz. Highlights in meiner Tanzkarriere waren natürlich der Angelo-Volpe-Nachwuchspokal und auch der Sieg bei der österreichischen Meisterschaft.
 

Welcher ist Ihr Lieblingstanz und warum?

Mein absoluter Lieblingstanz ist der Slowfox. Er wird oft als der schwierigste der Standardtänze gehandelt, hat aber meiner Meinung nach den schönsten Charakter und lebt vom typischen englischen Understatement und der Eleganz.
 

Macht Ihnen das Tanzen auf Bällen der Region ebenso Spaß?

Das Tanzen auf Bällen macht mir überaus Spaß, weil sich dort keine Wertungsrichter meine Fußtechnik oder Haltung genau ansehen. Für mich ist es die „Urform“ des Tanzens, also einfach nur die Bewegung zur Musik – das tröstet auch oft über die kleinen Tanzflächen oder die Angst mancher Damen hinweg.
 

Was würden Sie einem Tanzverweigerer raten?

Just try it. Aus so manchen Tanzverweigerern ist schon ein großartiger und leidenschaftlicher Tänzer geworden.
 

Hat Mann als guter Tänzer bessere Chancen, um Frauenherzen zu erobern?

Es bringt einen auf alle Fälle den Frauen näher.
 

Wie sehen Ihre zukünftigen Pläne aus?

Meine Tanzpartnerin und ich wollen einfach unser Tanzen kontinuierlich verbessern, um auch auf dem internationalen Parkett zu überzeugen. Ein konkretes Ziel wäre natürlich das Finale der Staatsmeisterschaft und somit werden wir auch unsere Pläne immer wieder neu adaptieren, um dies zu erreichen – auch die Tanzwelt ist ständig im Wandel.

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