07.02.2017, 15:06 Uhr

Das Kreuzerl als "Liebestöter"

Politik scheidet bekanntlich die Geister. Vor allem bei Wahlen kommt es oft zu Beziehungs-Diskussionen.

WAIDHOFEN. Gemeinsam gehen, aber einsam wählen. Wie sieht es in den Köpfen und Herzen der Waidhofnerinnen und Waidhofner aus, wenn es zur Wahlurne geht? Regiert die Einstimmigkeit oder kommt es doch zu einem Zwist der Zweistimmigkeit?
Im Zuge der Gemeinderatswahl haben die BEZIRKSBLÄTTER Pärchen befragt, wie es denn um ihre (Politik-)Beziehung steht.

Ein Jahr nicht gesprochen

"Als wir geheiratet haben, haben wir uns im ersten Ehejahr fest vorgenommen, nicht zu politisieren", erzählt Gunda Kluger im Beisein ihres Gatten Otto – ehemaliger Amtstierarzt aus Waidhofen. "Als das Jahr dann vorüber war und wir erstmals über Politik diskutiert haben, waren wir doch sehr überrascht, dass wir diesbezüglich ohnehin sehr ähnlich denkend sind", so Kluger. "Ich glaube schon, dass wir das Gleiche gewählt haben", berichtet Christine Putzer nach ihrer Stimmabgabe im Waidhofner Rathaus, "aber sicher wissen tue ich es nicht."

Glauben ist nicht Wissen

Ihr Begleiter und Ehemann Peter ergänzt: "Es ist ja schon so, dass man zumeist einen Partner hat, der dieselben Werte vertritt. Von dem her gibt es zumindest bei uns keine Erklärungsnöte."

Es ist ein (Wahl-)Geheimnis

Ein weiteres Pärchen nimmt es mit den Wahlvorschriften so ernst, dass die getätigte Wahl – trotz gemeinsamer Ehe – für immer und ewig ein einsames Geheimnis bleibt. "So lassen sich Beziehungskonflikte vermeiden."
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